Ich beichte / Zum Schweigen verurteilt
Aus Film-Lexikon.de
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Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Lexikon des internationalen Films: Obgleich etwas schwerfällig und konstruiert wirkend, ist der Film packend und spielt innerhalb von Hitchcocks Gesamtwerk eine aufschlußreiche Rolle.
Bemerkungen
1949 unterschrieb Alfred Hitchcock einen Vertrag mit Warner Brothers über vier Filme, die ihm eine Gesamtgage von 999 000 Dollar einbrachten. 'Zum Schweigen verurteilt' ist der dritte nach 'Die rote Lola' und 'Verschwörung im Nordexpreß'. Der Krimi basiert auf dem 1902 entstandenen Theaterstück 'Nos Deux Consciences' von Paul Anthelme. Das Drehbuch schrieben der Bühnenautor William Archibald und der renommierte Theaterschriftsteller George Tabori. Alfred Hitchcock, ein bekennender Katholik, war im Nachhinein selbst nicht allzu glücklich über seinen Entscheid, das Bühnenstück 'Nos deux conscience' von Paul Anthelme zu verfilmen. Wer nämlich 'Zum Schweigen verurteilt' wirklich verstehen will, der muss auch die Absolutheit kennen, mit der ein katholischer Priester an sein Beichtgeheimnis gebunden ist. Und das wiederum ist bei Zuschauern aus anderen konfessionellen Bereichen kaum voraussetzbar. Der Film wurde dennoch ein Erfolg und sogar ein echter Klassiker. Zu verdanken ist das neben der dichten Regie sicher auch den Darstellern, wobei unter anderen O. E. Hasse als Otto Keller, Dolly Haas als seine Frau, Karl Malden als Inspektor Larrue und ganz besonders Montgomery Clift als unnachahmlicher Pater Logan hervorragen. Mit Hauptdarsteller Montgomery Clift hatte Hitchcock allerdings Probleme, weil der damals populäre Schauspieler ein Neurotiker und Trinker war. Den Part der Ruth sollte die Schwedin Anita Björk übernehmen. Weil sie ein uneheliches Kind und einen Liebhaber hatte, wurde sie von dem sittenstrengen Jack Warner durch Anne Baxter ersetzt.
Dreharbeiten
Hitchcock hat einen Grossteil seines Films an Originalschauplätzen in Quebec gedreht, die Studioaufnahmen wurden in Hollywood gedreht..
Produktion
Alfred Hitchcock für Warner Bros. / First National Picture