Heimatfilm

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12358_Poster.jpg In Heimatfilmen wird üblicherweise eine heile Welt dargestellt. Zentrale Handlungsmotive sind Freundschaft, Liebe, Familie und das Leben in der Dorfgemeinschaft. Im Mittelpunkt stehen örtliche Autoritäten wie Ärzte, Pfarrer, Gastwirte, Förster oder Bürgermeister. Die beliebtesten Schauplätze liegen in den Bergen Bayerns, Österreichs und der Schweiz. Als wiederkehrendes landschaftliches Element dient die unberührte (Berg-)Natur in Form von Almwiesen, Bergwäldern, Tälern etc.

Auftretende Konflikte bestehen zumeist zwischen klar getrennten Gut-Böse-Parteien und handeln von Erbstreitigkeiten oder Wilderei mit vorhersehbarem Ausgang. Auch die Liebe zweier junger Menschen, die durch äußere Hindernisse wie Standesunterschiede, Feindschaft der Familien, Intrigen oder unglückliche Umstände nicht sein darf, ist ein typisches Handlungselement. Allen klassischen Heimatfilmen gemeinsam ist das Happy End.

Entstanden ist dieses Genre bereits in den 1920er Jahren. Klassische Heimatfilme sind z. B. Grün ist die Heide (1951), Die Mädels vom Immenhof (1955), Wetterleuchten um Maria (1957) und An der Donau, wenn der Wein blüht (1965).

Mitte der 70er Jahre erfolgte eine Zäsur; seitdem wird versucht, ungeschönt die damaligen Verhältnisse in Berg- und Landwirtschaftsgebieten aufzuzeigen. Filme dieser Art werden bis heute gedreht. Beispiele hierfür sind Der Bockerer (1981), Herbstmilch (1989), Schlafes Bruder (1995), Bergkristall (2004) und Wer früher stirbt, ist länger tot (2006).