Hearts in Atlantis

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    Plötzlich und unerbittlich wird Fotograf Bobby Garfield an seine Jugend erinnert, als er vom Tod eines einstigen Sandkastenfreundes erfährt. Bobby kehrt in die Stadt seiner Kindheit zurück, und in Gedanken erlebt er die Vergangenheit noch einmal - jenen Sommer 1960. Bobby ist erst elf Jahre als und wohnt mit seiner Mutter Liz in einer Pension. Liz ist vollauf mit sich selbst beschäftigt, Bobby verbringt die meiste Zeit mit seinen besten Freunden Carol und Sully. In diesem Sommer zieht Ted Brautigan in die Pension, der sich als guter Zuhörer erweist. Bobby hatte von der verbitterten Mutter wenig über seinen vor langer Zeit gestorbenen Vater erfahren, und bald verbindet ihn mit Ted, der den Jungen eine unbekannte, größere Welt eröffnet, eine väterliche Freundschaft. Aber Ted muss mit einer schweren Vergangenheit fertig werden, und eines Tages schlägt er dem Bobby vor, für ihn zu arbeiten. Dabei geht es durchaus nicht darum, ihm die Zeitung vorzulesen - Ted braucht Bobbys Hilfe, um sich vor jenen Mächten zu verbergen, die ihn verfolgen. Es soll der letzte Sommer in Bobbys Kindheit werden. Mit Teds Hilfe sieht der Junge seinen Vater in einem ganz neuen Licht; er bekommt eine Ahnung vin den Chancen, die ihm das Leben und die Liebe bieten. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Teds Verfolger spüren ihn auf. Bobby sieht sich plötzlich gezwungen, ungeahnte Kräfte aufzubringen, die er sich nie zugetraut hätte. Er lernt, Mut zu beweisen und Unrecht zu verzeihen. Und der erwachsene Bobby, der die Stätten seiner Kindheit besucht und an diesen Sommer zurückdenkt, erhält durch eine unverhoffte Begegnung die Gelegenheit, seine Reise in die Zeit zum Abschluss zu bringen.



    Filmstab

    Regie Scott Hicks
    Drehbuch William Goldman
    Vorlage nach dem Bestseller "Atlantis" von Stephen King
    Kamera Piotr Sobocinski
    Schnitt Pip Karmel
    Musik Mychael Danna
    Produktion Kerry Heysen

    Darsteller

    Don Biderman Adam LeFevre
    Ted Brautigan Anthony Hopkins
    Bobby Garfield Anton Yelchin
    Liz Garfield Hope Davis
    Carol Gerber Mika Boorem
    Bobby Garfield David Morse
    Monte Man Alan Tudyk
    Len Files Tom Bower
    Alanna Files Celia Weston
    Sully-John Will Rothhaar

    Kritiken

    Dirk Jasper: Ein Drama über Liebe, Mut und Freundschaft, die die Zeiten überdauert. Regisseur Scott Hicks verfilmt ein Drehbuch von William Goldman, der nach "Misery" jetzt einen weiteren Bestseller von Stephen King für die Leinwand bearbeitet hat.

    film-dienst 2002-04: Eine in den 60er-Jahren angesiedelte Geschichte nach Stephen King, die im Film viel von ihrem zeitgeschichtlichen Hintergrund verloren hat, aber dank der sensiblen Inszenierung, einer sorgfältigen Erzähltechnik sowie großartigen Schauspielern zu einer besinnlich-poetischen Beschwörung der verlorenen Jugendzeit wird.

    Hörzu 2002-07: Atmosphärisch dichte, warmherzige und subtil bedrohliche King-Verfilmung über die unvergesslichen letzten Momente einer Kindheit.