Harry Potter und der Halbblutprinz

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original Harry Potter and the Half-Blood Prince
Jahr/Land 2009 / Großbritannien / USA
Genre Fantasy-Abenteuer
Film-Verleih Warner Bros. Pictures Germany
Kinostart 16. Juli 2009
Regie David Yates
Drehbuch Steve Kloves
Vorlage Roman "Harry Potter and the Half-Blood Prince" von J.K. Rowling
Kamera Bruno Delbonnel
Schnitt Mark Day
Musik Nicholas Hooper
Darsteller
Robbie Coltrane Rubeus Hagrid
Daniel Radcliffe Harry Potter
Rupert Grint Ron Weasley
Emma Watson Hermione Granger
Michael Gambon Albus Dumbledore
Alan Rickman Severus Snape
Helena Bonham Carter Bellatrix Lestrange
Jim Broadbent Horace Slughorn

Inhaltsverzeichnis

Kritiken

Redaktion Film-Lexikon: Dass die „Harry Potter“-Filme, ähnlich wie ihre Buchvorlagen, zunehmend düsterer werden, ist kein Geheimnis. Bevor es zur finalen Schlacht des siebten Teils kommt, steigert sich die Spannung in „Harry Potter und der Halbblutprinz“ noch einmal deutlich: Schon zu Beginn kommt Untergangsstimmung auf, wenn sich dunkle Wolken über London zusammenziehen und die Millenium-Brücke effektvoll zum Einsturz gebracht wird. Voldemorts Totesser durchstreifen das Land und verbreiten Furcht und Schrecken - auch das behagliche Heim der Weasley-Familie bleibt von ihren Angriffen nicht verschont. Während Harry und Professor Dumbledore sind einem gefährlichen Geheimnis Lord Voldemorts auf der Spur, ist Draco Malfoy zu dessen Handlanger geworden. Bald wird auch Hogwarts kein sicherer Ort mehr sein... Vom Kinderfilm-Image der ersten Teile bleibt da fast nichts mehr übrig. Doch aller Düsternis zum Trotz zeigt der Film auch allerhand heitere Szenen. Im Mittelpunkt des Schulalltags stehen weniger Zaubertränke und Quidditch als vielmehr die Liebesmühen der heranwachsenden Zauberer. „ Noch einmal jung sein“, seufzt Professor Dumbledore sehnsüchtig angesichts der Gefühlsverstrickungen zwischen seinen Schülern. In der Tat sind Liebesprobleme ein Klacks im Vergleich zu dem, was ihn und Harry gegen Ende erwartet. Der Jungzauberer mit der Blitznarbe kann zwar einmal wieder seinen Mut beweisen, doch dann muss er machtlos zuschauen, wie sich eine Tragödie anbahnt...

Insgesamt ist mit „Harry Potter und der Halbblutprinz“ eine atmosphärische und spannende Umsetzung der gleichnamigen Romanvorlage gelungen. Dem direkten Vergleich mit J.K. Rowlings Buch kann der Film jedoch nicht standhalten. Natürlich kann eine Verfilmung von „Harry Potter“ nie so reichhaltig wie die Buchvorlage sein, auf Details und Nebenhandlungen, die für den Handlungsverlauf unwichtig sind, muss gezwungenermaßen verzichtet werden. Schade ist aber, dass die Rückblenden auf Voldemorts Vergangenheit als Tom Riddle wegen der komischen Liebesabenteuer der jungen Protagonisten größtenteils ausgespart wurden. Gerade die Erkenntnisse über die Ursprünge des finstersten aller finsteren Zauberer brachten der Buchvorlage eine bedeutende Stellung in der Septologie ein.

Nichtsdestotrotz ist David Yates Film sehenswert und unterhaltsam; echte „Harry Potter“-Fans werden ihn nicht missen wollen. Das liegt zu einem großen Teil auch an den Leistungen der Schauspieler: Rupert Grint beweist als Ron Weasley erneut sein komisches Talent und bringt den ganzen Kinosaal zum Lachen, wenn er unfreiwillig zum Objekt der Begierde seiner Mitschülerinnen wird. Alan Rickman ist wie immer ein schaurig-undurchsichtiger Professor Snape und Helena Bonham Carter brilliert als fiese Hexe Bellatrix Lestrange. S.E.

Dreharbeiten

Die Dreharbeiten zu den Winterszenen fanden in Bjorli (Norwegen) statt.

Auszeichnungen

N/W Jahr Kategorie Name
nom 2009 Beste Kamera Bruno Delbonnel

Produktion

David Barron, David Heyman, Lionel Wigram

Kommentare

Peter
06.08.2009 - 9:55
Das wird ja immer gruseliger...
  



 

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Kommentare

Peter am 06.08.09
Das wird ja immer gruseliger...