Hard Candy
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Kritiken
Reinhard Kleber (Rhein-Zeitung 29. Juni 2006): Mit vielen unerwarteten Wendungen gelingt es Drehbuchautor Brian Nelson und Regisseur David Slade, einen Mikrokosmos zu erschaffen, in dem das Publikum gängige Werte und Vorurteile in Frage stellt.
Dirk Jasper FilmLexikon: Bis auf des Rasiermessers Schneide treibt es David Slade mit seinem ultrabrutalen, provokanten und kontroversen Regiedebüt, wobei er physische, als auch psychische Grenzen auslotet. Hard Candy – das perfide Katz- und Mausspiel eines jungen Mädchens und eines Modefotografen um die 30, fasziniert dabei vor allem durch die hyperrealistischen und farbintensiven Digitalvideo-Bilder von Kameramann Jo Willems, der bei diesem Aufsehen erregenden Thriller für einen visuellen und stilistisch innovativen Thrillride sorgt, sowie durch das sensationelle Spiel der blutjungen Ellen Page (demnächst als Kitty Pryde / Shadowcat in X-Men – Der letzte Widerstand) und Patrick Wilson (begeisterte zuletzt als junger Graf in Joel Schumachers "Das Phantom der Oper"). Dank völlig überraschender Plotwendungen und immer wieder neuen Twists in der Handlung schafft es David Slade, sein kammerspielartiges Zwei-Personen-Stück auf absolutem Hochspannungs-Niveau zu halten.
film-dienst 13/2006: Der formal ambitionierte, thematisch fragwürdige Selbstjustiz-Thriller sanktioniert seinen Stoff völlig kritiklos und stellt Folter als moralisch legitimes (Unterhaltungs-) Mittel dar.
Produktion
David W. Higgins, Richard Hutton, Michael Caldwell, Jody Patton