Hamlet (1996)
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Dirk Jasper: Mord und Gewalt, Rache und Intrige, Sex und Verlangen, Paranoia und Wahnsinn - diese hochprozentige Mischung aus Leidenschaft und Emotionen, die Shakespeares Tragödie "Hamlet" ausmacht, hat das Publikum zu jeder Zeit trunken gemacht! Man muß sagen: Kenneth Branaghs beste Regiearbeit, er hat einen großen, mitreißenden Film inszeniert! Der Film spielt im Dekor des 19. Jahrhunderts, das legitimiert die farbenfrohe und opulente Atmosphäre am eleganten Hof.
TV Hören und Sehen 23/1997: Shakespeare-Spezialist Kenneth Branagh zeigt die ungekürzte Bühnen-Version des Klassikers in einer bildgewaltigen Inszenierung. Das ehrgeizige Projekt (vier Stunden!) mit Starbesetzung erfordert viel Liebe zur Literatur - und Sitzfleisch!
TV Movie 12/1997: Sehen oder nicht sehen, das ist hier die Frage. Nicht alle Zuschauer werden bereit sein, "Hamlet" bis zum Ende auszusitzen. Branagh, der als Paranoia-Prinz eine grandiose Vorstellung gibt, ist wegen der Überlänge indes kein Vorwurf zu machen. Seinem Hang zur Werktreue ist es zu verdanken, dass erstmals ein Kinofilm dem Klassiker voll gerecht wird.
Bemerkungen
Videostart: 16. Dezember 1997. Kaufkassette: 1. Juli 1998. Format: 70 mm. "Hamlet" ist die dritte Shakespeare-Regiearbeit von Kenneth Branagh. Mit diesem Film hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt. Außerdem hat er in dem heute selten gewordenen 70 mm-Breitwandformat gedreht. Dieser "Hamlet" ist die vollständige Shakespeare-Fassung ohne Kürzungen im Text. Die deutsche Synchronfassung hat die Schlegel/Tiecksche Übersetzung zur Grundlage. Der Film wird in den Kinos nach 164 Minuten für die Zuschauer für eine kleine Pause unterbrochen.
Dreharbeiten
Gedreht wurde in den Shepperton Studios und auf Schloß Blenheim mit Genehmigung des Herzogs von Malborough.
Produktion
David Barron