Gier
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Der Spiegel 49/1995: Gilt als Meilenstein in der Kinogeschichte.
Bemerkungen
“Gier”, enstanden nach einem Roman von Frank Norris, gehört nach einer Umfrage zu den zehn besten Filmen der Kinogeschichte, obwohl auch dieses Regiewerk nur verstümmelt überliefert ist. Der detailbesessene Erich von Stroheim - “Ich kann einfach nicht lügen” - drehte on location, eine Seltenheit in der damaligen Zeit. In San Francisco ließ er einen ganzen Häuserblock absperren und baute ihn nach seinen Vorstellungen um. Die Schlußszene drehte er im Death Valley bei 50 Grad Celsius - viele seiner Mitarbeiter erkrankten, ein Koch starb. Nach 198 Drehtagen kehrte der Besessene mit über 90 Stunden belichtetem Filmmaterial nach Hollywood zurück. Er destillierte daraus eine Erstfassung von neun Stunden und kürzte sie in einem zweiten Schnitt auf fünf Stunden herunter. Der mit ihm befreundete Regisseur Rex Ingram kürzte “Gier” noch einmal auf dreieinhalb Stunden. Doch erst die vom Regisseur nicht mehr autorisierte zweistündige Schnittfassung, die Joseph Farnham im Auftrag von MGM-Boss Irving G. Thalberg herstellte, entsprach den Vorstellungen des Studios.