Gestohlene Kinder

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original Il Ladro di Bambini
Jahr/Land 1992 / Italien
Genre Drama
Kinostart 30. November -0001
Regie Gianni Amelio
Kamera Tonino Nardi, Renato Tafuri
Musik Franco Piersanti
Länge 110 Minuten
Darsteller
Enrico Lo Verso Antonio
Valentina Scalici Rosetta
Giuseppe Ieracitano Luciano
Agostino Zumbo Priester
Florence Darel

Kritiken

Lexikon des internationalen Films: Der Film erzählt seine Geschichte mit beeindruckender Schlichtheit und Poesie. Durch die schnörkellose Kameraarbeit (Tonino Nardi/Renato Tafuri), die einfühlsame Musik (Franco Piersanti) und das intensive Spiel entstand ein kleines stilles Meisterwerk.

Zoom 07/1992: Gianni Amelios behutsamer und dennoch packender Film zeigt, daß sich auf dem Hintergrund einer gleichgültigen, korrumpierten Gesellschaft die Hoffnung auf Solidarität nur für Außenseiter erfüllen kann.

Bemerkungen

Mit "Gestohlene Kinder" inszeniert der Italiener Gianni Amelio "ein Meisterwerk voller Schlichtheit, Sensibilität und menschlicher Wahrheit" (Nord-Matin). Er bekam dafür in Cannes den "Großen Preis der Jury", in Locarno den "Publikumspreis" und den "Felix", den europäischen Filmpreis. Der Kalabrier Amelio - Jahrgang 1945 - festigte mit diesem Film seinen Ruf, einer der wichtigsten Regisseure Italiens zu sein. Seinen internationalen Durchbruch hatte er 1990 mit der mit Preisen überhäuften Literaturverfilmung "Offene Türen", die ihm u. a. seinen ersten "Felix" als "bester europäischer Film des Jahres", eine Oscarnominierung und drei "Golden Globes" einbrachte. 1994 gewann er mit seinem packenden dokumentarischen Spielfilm "Lamerica" zum dritten Mal den "Felix".

  



 

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