Gestohlene Kinder
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Lexikon des internationalen Films: Der Film erzählt seine Geschichte mit beeindruckender Schlichtheit und Poesie. Durch die schnörkellose Kameraarbeit (Tonino Nardi/Renato Tafuri), die einfühlsame Musik (Franco Piersanti) und das intensive Spiel entstand ein kleines stilles Meisterwerk.
Zoom 07/1992: Gianni Amelios behutsamer und dennoch packender Film zeigt, daß sich auf dem Hintergrund einer gleichgültigen, korrumpierten Gesellschaft die Hoffnung auf Solidarität nur für Außenseiter erfüllen kann.
Bemerkungen
Mit "Gestohlene Kinder" inszeniert der Italiener Gianni Amelio "ein Meisterwerk voller Schlichtheit, Sensibilität und menschlicher Wahrheit" (Nord-Matin). Er bekam dafür in Cannes den "Großen Preis der Jury", in Locarno den "Publikumspreis" und den "Felix", den europäischen Filmpreis. Der Kalabrier Amelio - Jahrgang 1945 - festigte mit diesem Film seinen Ruf, einer der wichtigsten Regisseure Italiens zu sein. Seinen internationalen Durchbruch hatte er 1990 mit der mit Preisen überhäuften Literaturverfilmung "Offene Türen", die ihm u. a. seinen ersten "Felix" als "bester europäischer Film des Jahres", eine Oscarnominierung und drei "Golden Globes" einbrachte. 1994 gewann er mit seinem packenden dokumentarischen Spielfilm "Lamerica" zum dritten Mal den "Felix".