Geliebte Lügen
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Kritiken
Dirk Jasper: Geliebte Lügen markiert das eindringlich erzählte und genau beobachtete Regiedebüt des Briten Julian Fellowes, der nicht nur als Schauspieler („Place Vendome – Heiße Diamanten“), sondern vor allem als Oscar-prämierter Drehbuchautor von Robert Altmans historischer Kriminalsatire „Gosford Park“ von sich Reden machte. Hier wie dort beweist er sein feines humorvolles Gespür für die britische Gesellschaft, hier wie dort weiß er das in einer spannenden Mystery Story zu verdichten. Nigel Balchins 1951 erschienener, skandalumwitterter Roman Elf Jahre und ein Tag bildet die Grundlage für das entlarvende Psychogramm einer fragilen Ménage à Trois, in die Fellowes drei der faszinierensten britischen Schauspieler verwickelt: Die zweifach für den Oscar nominierte Emily Watson („Breaking the Waves“, „Hilary and Jackie“), den für „In The Bedroom“ Oscar nominierten Tom Wilkinson und Kult-Star Rupert Everett („Ein Freund zum Verlieben“, „Stage Beauty“)
film-dienst 6/2006: Höchst gelungene Romanverfilmung über die Brüchigkeit bürgerlicher Sicherheiten und die höchst ambivalente Kraft von Begehren und Liebe, die bestehende Strukturen zersetzen kann, aber auch hilft, Lebenskrisen zu meistern. Visuell suggestiv und mit Gespür für brillante Dialoge, überzeugt der Film vor allem auch durch seinen exzellenten Hauptdarsteller.
Produktion
Christian Colson, Steve Clark-Hall