Gefahr aus dem Weltall
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Kritiken
Dirk Jasper: "Gefahr aus dem Weltall" ist ein seltenes Beispiel dafür, daß im utopischen Film der 50er Jahre durchaus nicht nur "Kalter Krieg" gepredigt wurde. Regisseur Jack Arnold plädierte hier engagiert für Phantasie statt Gewalt, für friedliche Koexistenz statt Diskriminierung von Fremden. Zur Zeit der Kommunistenjagd von Senator MacCarthy war dies eine ungewöhnliche Botschaft in einem Hollywood-Film, dessen Held ein UFO mit Außerirdischen gegen hysterische Erdlinge verteidigt. "Gefahr aus dem Weltall", Jack Arnolds erster Science-Fiction-Film, war zugleich eine der ersten 3-D-Produktionen eines großen Studios, in denen Hollywood Anfang der 50er Jahre der Konkurrenz des Fernsehens mit aufwendigen film- und kinotechnischen Neuerungen zu begegnen suchte. Doch auch der Versuch der Universal Studios, dem Konkurrenten Warner Bros. ("House of Wax") mit einem eigenen stereoskopischen Kamerasystem den Rang abzulaufen, blieb ohne dauerhaften Erfolg. Das 3-D-Verfahren wurde bald zugunsten von Breitwandverfahren wie Cinemascope fallengelassen. "Gefahr aus dem Weltall" erfährt freilich auch in der Normalversion, ohne die von Jack Arnold nur sparsam genutzen 3-D-Effekte, keine Qualitätseinbußen - es bleibt ein mit wenig Geld und viel Phantasie gedrehter Science-Fiction-Klassiker, dem Steven Spielberg mit seiner teuren "Unheimlichen Begegnung der dritten Art" (1977) und mit "E.T. - Der Außerirdische" (1981) liebevoll Reverenz erwiesen hat.