Gangs Of New York

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Jahr/Land 2002 / USA
Genre Drama
Film-Verleih Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Kinostart 20. Februar 2003
Regie Martin Scorsese
Drehbuch Jay Cocks, Steve Zaillian, Kenneth Lonergan
Vorlage Story von Jay Cocks
Kamera Michael Ballhaus
Schnitt Thelma Shoonmaker
Musik Howard Shore
Länge 127 Minuten
Darsteller
Leonardo DiCaprio Amsterdam Vallon
Daniel Day-Lewis Bill "The Butcher" Cutting
Cameron Diaz Jenny Everdeane
Jim Broadbent Boss Tweed
John C. Reilly Happy Jack
Henry Thomas Johnny Sirocco
Liam Neeson Priest Vallon
Brendan Gleeson Walter "Monk" McGinn
Gary Lewis McGloin
Stephen Graham Shang
Eddie Marsan Killoran
Alec McCowen Reverend Raleigh
David Hemmings Mr. Schermerhorn
Larry Gilliard jr. Jimmy Spoils
Cara Seymour Hell-Cat Maggie
Roger Ashton-Griffiths P. T. Barnum
Peter Hugo Daly One-Armed Priest

Kritiken

Oliver Kreutzer (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 21. Februar 2003): Was Martin Scorsesess 166-minütiges Werk zum fesselnden und schockierenden Erlebnis macht, ist seine radikale kulturgeschichtliche These: Kultur und Zivilisation erwachsen aus Gewalt und sind ohne nicht denkbar. In seinen Bildern von brutalen Massakern und Straßenschlachten, in denen das Blut knöchelhoch steht, in seiner Schock-Choreografie aus Schwenks, Schnitten, Zeitlupen und Detailaufnahmen verweigert dieses monumentale Epos jede Möglichkeit zur Distanz. Der Einbruch der Moderne stellt für Martin Scorsese keinen Fortschritt mehr zur Humanität dar, sondern lediglich den Eintritt in eine Epoche noch effizienterer Gewaltausübung. In den letzten zwei Minuten des Abspanns hören wir plötzlich Straßengeräusche des modernen New York und wissen: Wenn die Geschichte dieser Metropole eine der Gewalt und des Blutzolls ist, dann hat sie noch lange nicht ihr Ende gefunden, sondern wird weitergeschrieben. Jeden Tag. Heute.

film-dienst 2003-03: Martin Scorseses groß angelegter Versuch, die blutigen Bandenkriege im New York der Jahre 1846 bis 1863 als Beispiel für die gewalttätigen Ursprünge Amerikas (und vielleicht jeder Zivilisation) zu interpretieren. Der lange und überfrachtete Film enthält hervorragend inszenierte Sequenzen von archaischer Kraft, verzettelt sich aber in Detailverliebtheit und thematische Wiederholungen. Zudem ist der zentrale Konflikt zwischen dem Anführer einer Gang und dem auf Rache sinnenden Sohn eines seiner irischen Einwanderer-Opfers zu schematisch und voraussehbar, als dass der ausufernde Film in ihm auf Dauer ein genügend fesselndes Zentrum finden könnte.

Cinema 2003-03: Vielleicht hat Martin Scorsese zu lange an seinem Traumprojekt gearbeitet. Denn dem grandios ausgestatteten Epos über rivalisierende Banden im New York des 19. Jahrhunderts geht streckenweise die Puste aus.

Auszeichnungen

N/W Jahr Kategorie Name
nom 2002 Beste Kamera Michael Ballhaus
nom 2002 Bester Ton Tom Fleischman, Eugene Gearty, Ivan Sharrock
nom 2002 Bester Film Alberto Grimaldi, Harvey Weinstein
nom 2002 Bester Song Bono (Music & Lyrics), The Edge (Music & Lyrics), Adam Clayton (Music & Lyrics), Larry Mullen (Music & Lyrics) ("The Hands That Built America")
nom 2002 Bestes Originaldrehbuch Jay Cocks (Screenplay), Steven Zaillian (Screenplay), Kenneth Lonergan (Screenplay)
nom 2002 Bester Schnitt Thelma Schoonmaker
nom 2002 Beste Regie Martin Scorsese
nom 2002 Bestes Kostümdesign Sandy Powell
nom 2002 Bestes Szenenbild Dante Ferretti (Art Direction), Francesca Lo Schiavo (Set Decoration)
nom 2002 Bester Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis

Produktion

Alberto Grimaldi, Harvey Weinstein für Initial Entertainment Group, Miramax Films

  



 

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