Forest Whitaker
Aus Film-Lexikon.de
US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur; * 15. Juli 1961 in Longview, Texas
Forest Whitaker feierte seinen größten Erfolg mit der Rolle des Generals Idi Amin in "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht". Für sie erhielt er 2007 den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Whitaker wurde in Texas geboren, zog mit seiner Familie jedoch im Alter von vier Jahren nach Los Angeles. Nach seinem High-School-Abschluss besuchte er die California State Polytechnic University. Nachdem er sein Sportstipendium wegen einer Rückenverletzung aufgeben musste, besuchte er die University of Southern California und studierte dort Gesang und Schauspiel. Seinen Abschluss machte er 1982.
Sein Debüt auf der großen Leinwand gab Whitaker in der Komödie "Ich glaub', ich steh' im Wald" ("Fast Times at Ridgemont High", 1982). In den Folgejahren war er in hochklassigen Produktionen wie "Die Farbe des Geldes" ("The Color of Money"), "Platoon" (beide 1986) und "Good Morning, Vietnam" (1987) zu sehen.
Von der Kritik begeistert aufgenommen wurde seine Darbietung des Saxophonisten Charlie Parker in Clint Eastwoods "Bird" (1988). Ebenso wie zehn Jahre später seine Performance als "Ghost Dog" in dem gleichnamigen Jim-Jarmusch-Film (1999). Dagegen brachte ihm seine Teilnahme an "Battlefield Earth" nach den Büchern des Scientology-Begründers L. Ron Hubbard wenig Lob ein.
Einen Platz in der Filmhistorie eroberte sich Whitaker mit seiner Darstellung des ugandischen Diktators Idi Amin in "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht" ("The Last King of Scotland", 2006). Er erhielt 2007 nicht nur als vierter Afroamerikaner überhaupt einen Oscar für die beste männliche Hauptrolle, sondern auch den Golden Globe als bester Schauspieler sowie eine Auszeichnung der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA).
Whitaker ist bekannt dafür, sich intensiv auf seine Rollen vorzubereiten. Dazu gehören neben teilweise radikaler Gewichtszu- oder -abnahme die eingehende Beschäftigung mit der individuellen Geschichte des zu spielenden Charakters sowie dessen Umfeld.
Seit den 1990er-Jahren betätigt sich Whitaker auch als Produzent. Sein Regiedebüt gab er 1995 in der Komödie "Warten auf Mr. Right" ("Waiting to Exhale") mit Whitney Houston.
Whitaker ist seit 1996 mit der Schauspielerin Keisha Nash verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder sowie je ein Kind aus vorangegangenen Beziehungen.
Filmografie - Darsteller
- 1986 - Platoon (Platoon)
- 1986 - Die Nacht hat viele Augen (Stake Out)
- 1987 - In den Fängen eines Fremden (Hands of a Stranger)
- 1987 - Bloodsport (Bloodsport)
- 1987 - Good Morning, Vietnam (Good Morning, Vietnam)
- 1988 - Bird (Bird)
- 1988 - Johnny Handsome (Johnny Handsome)
- 1990 - Downtown (Downtown)
- 1990 - Harlem Action (A Rage In Harlem)
- 1991 - Keiner kommt hier lebend raus (Diary Of A Hit Man)
- 1992 - The Crying Game (The Crying Game)
- 1992 - No Surrender - Schrei nach Gerechtigkeit (Article 99)
- 1992 - Gewagtes Spiel (1992) (Consenting Adults)
- 1993 - Last Light (Last Light)
- 1993 - Body Snatchers - Die Körperfresser (Body Snatchers)
- 1994 - Bank Robber (Bank Robber)
- 1994 - Explosiv - Blown Away (Blown Away)
- 1995 - Pret-A-Porter (Prêt-à-Porter / Ready To Wear)
- 1995 - Smoke (Smoke)
- 1995 - Species (Species)
- 1996 - Phenomenon (Phenomenon)
- 1999 - Ghost Dog - The Way Of The Samurai (Ghost Dog - The Way Of The Samurai)
- 1999 - Light It Up (Light It Up)
- 2000 - Battlefield Earth - Kampf um die Erde (Battlefield Earth)
- 2001 - Panic Room (Panic Room)
- 2002 - Nicht auflegen! (Phone Booth)
Filmografie - Regisseur
- 1995 - Warten auf Mr. Right (Waiting To Exhale)
- 1998 - Eine zweite Chance (Hope Floats)
- 2004 - First Daughter - Date mit Hindernissen (First Daughter)
Auszeichnungen
| N/W | Jahr | Kategorie | Film |
|---|---|---|---|
| | 2006 | Bester Hauptdarsteller | -- |