Film noir
Aus Film-Lexikon.de
Als Film noir wird ein Filmgenre bezeichnet, das besonders in den USA der 1940er und 50er Jahre beliebt war. Es gibt keine allgemeingültige Definition für diese Gattung, allerdings eine Reihe von Kriterien.
Das wichtigste Kriterium ist die zeitliche Begrenzung des Entstehungszeitrahmens: Viele Filmwissenschaftler bestimmen Die Spur des Falken (1941) als ersten und Im Zeichen des Bösen (1958) als letzten Film noir. Ein weiteres Kriterium ist die Herkunft: In der Regel werden zum klassischen Film noir ausschließlich US-amerikanische Produktionen gezählt. Zudem müssen nach Ansicht vieler Kritiker Filme dieser Gattung in Schwarz-Weiß gedreht sein.
Inhaltlich ist Kriminalität, insbesondere Mord, ein Kernelement des Film noir. Meist soll die Tat durch einen Privatdedektiv, einen Polizeikommissar oder eine Privatperson aufgeklärt werden. Die Protagonisten sind typischerweise lasterhafte, moralisch fragwürdige Antihelden. Übliche Schauplätze sind Bars, Nachtclubs und Spielhöllen in Städten wie Los Angeles, San Francisco, New York City oder Chicago. Weite Teile der Handlung spielen in einer verregneten Nacht. Weitere Vertreter dieser Gattung sind Im Schatten des Zweifels (1943), Rächer der Unterwelt (1946), Späte Sühne (1947), Um Haaresbreite (1952) und Das Rattennest (1955).