Fegefeuer der Eitelkeiten

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original The Bonfire Of The Vanity
Jahr/Land 1990 / USA
Genre Tragikomödie
Kinostart 02. Mai 1991
Regie Brian de Palma
Drehbuch Michael Christofer
Vorlage Roman "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe
Kamera Vilmos Zsigmond
Schnitt David Ray, Bill Pankow
Musik Dave Grusin
Länge 125 Minuten
Darsteller
Tom Hanks Sherman McCoy
Bruce Willis Peter Fallow
Melanie Griffith Maria Ruskin
Kim Cattrall Judy McCoy
Morgan Freeman Richter White
Saul Rubinek Jed Kramer
John Hancock Reverend Bacon

Kritiken

Dirk Jasper: Erfolgsregisseur Brian De Palma verfilmte den literarischen Bestseller von Tom Wolfe "Fegefeuer der Eitelkeiten". Für seine grelle Satire, mit Stars wie Tom Hanks, Melanie Griffith und Bruce Willis in Szene gesetzt, erntete er Kritikerlob, aber auch Schelte. Trotz kontroverser Meinungen ist der Film jedoch schon allein aufgrund seiner Besetzung mit drei Topstars allemal sehenswert.

Lexikon des internationalen Films: Rabenschwarze Tragikomödie nach dem Erfolgsroman von Tom Wolfe, die nicht nur allgemeingültige Wahrheiten vermittelt, sondern sich auch mit dem Wertewandel in den 80er Jahren auseinandergesetzt. Der hintergründige Unterhaltungswert des nicht in allen Belangen überzeugenden Films wird durch zwei hervorragende Darsteller noch gesteigert.

Cinema 05/1991: Mit seiner eigenwilligen Adaption - knallbunte Farce statt feinsinniger Satire, groteske Skizzen statt detaillierter Tabelaus - haut er zwar mindestens sooft daneben, wie er ins Schwarze trifft. Und es mag ja sein, dass seine überkandidelte Vision einer überkandidelten Welt wirklich nicht mehr viel mit der Romanvorlage zu tun hat. Dafür hat der Film Charakter. Selbst wenn er nicht in jeder Szene so böse funktioniert, wie man sich das wünscht.

Bemerkungen

Videostart: 6. Dezember 1991. TV-Start: 7. März 1994 (ZDF). Tom Hanks, inzwischen mehrfacher Oscar-Preisträger, dürfte derzeit als einer der gefragtesten Hollywoodstars gelten. Film-Erfolge wie "Schlaflos in Seattle", "Forrest Gump" oder nun auch "Apollo 13" haben den zurückhaltenden Schauspieler in relativ kurzer Zeit an die oberste Spitze katapultiert, wo er sich von Film zu Film immer wieder behauptet. Melanie Griffith, Tochter der Hitchcock-Blondine Tippi Hedren ("Die Vögel") und Ex-Gattin von Don Johnson, brauchte einige Jahre, um sich in die weibliche Starriege Hollywoods hochzuarbeiten. Mit dem Brian De Palma-Thriller "Der Tod kommt zweimal" und als Jonathan Demmes "Gefährliche Freundin" machte sie sich in den 80er Jahren erstmals einen Namen. Mit der Emanzipationskomödie "Die Waffen der Frauen" kam sie schließlich an der Seite von Harrison Ford ganz nach oben. Für "Fegefeuer der Eitelkeiten" holte De Palma sie noch einmal vor die Kamera: In der Rolle der Südstaaten-Sirene Maria konnte sie ungeahntes komisches Talent beweisen und bot ihrem Kollegen Tom Hanks durchaus Paroli. Bruce Willis, der dritte im Bunde, spielt mit sichtbarer Begeisterung den versoffenen Schmierfinken Peter Fallow, der seine moralischen Skrupel wirkungsvoll hinunterspült. Der komödienerprobte Schauspieler ("Blind Date - Verabredung mit einer Unbekannten", "Hudson Hawk"), der seit seiner "Stirb langsam"Gefechte auch als Action-Darsteller Furore machte, ist seit 1988 mit Schauspielkollegin Demi Moore verheiratet und hat zwei Kinder. DVD: 1999-12-10.

Produktion

Peter Guber, Jon Peters, Brian de Palma für Warner Bros.

  



 

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