Ein Zuhause am Ende der Welt
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Sehr authentisch wird die Vorstadtatmosphäre der Seventies gezeigt, die trotz öffentlichen Drogengenusses und bunt bedruckter Kleidung dort nichts weiter vermittelt, als die schreckliche Enge zwischen Reihenhaus, Schule und Friedhof. Stets gibt es betont zügellose Parties von Hausfrauen und Familienvätern, deren Hilflosigkeit im Angesicht dieser ‚Befreiung‘ hauptsächlich im Umgang mit ihren Kindern sichtbar wird. Das kommt der Wahrheit vermutlich recht nahe und man versteht die Suche der Jugendlichen nach einer anderen Umgebung, nach anderen Beziehungen und anderen Gefühlen plötzlich nicht nur als pubertäre Auflehnung, sondern als ganz einleuchtende Reaktion auf solch eine Kindheit. Michael Cunninghams Buch A Home at the End of the World erweckt also nicht nur den Punk-Rock im East Village wieder zum Leben, sondern beschäftigt sich auch ein wenig mit dessen Entstehung und mit den Konsequenzen, die er für drei von den vielen verlorenen Gestalten der Eighties gehabt haben mag.
film-dienst 25/2004: Anschauliche Coming-of-Age-Geschichte zweier Männer, die stilistisch treffend die Stimmung der 1970er-Jahre reflektiert, wobei soziale und politische Hintergründe gegenüber dem Gefühlsleben der Protagonisten allerdings ausgeblendet bleiben.
Produktion
Tom Hulce, Christine Vachon, Katie Roumel, Pamela Koffler, John Wells, John N. Hart Jr., Jeffrey Sharp