Die Vögel

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original The Birds
Jahr/Land 1963 / USA
Genre Thriller
Kinostart 20. September 1963
Regie Alfred Hitchcock
Drehbuch Evan Hunter
Vorlage Roman von Daphne du Maurier
Kamera Robert Burks
Schnitt George Tomasini
Musik Bernard Herrmann
Länge 119 Minuten
Darsteller
Tippi Hedren Melanie Daniels
Rod Taylor Mitch Brenner
Jessica Tandy Mrs. Lydia Brenner
Suzanne Pleshette Annie Hayworth
Veronica Cartwright Cathy Brenner
Ethel Griffies Mrs. Bundy
Charles McGraw Sebastian Sholes
Ruth McDevitt Mrs. MacGruder
Malcom Atterbury Al Malone
Lonny Chapman Deke Carter
Elizabeth Wilson Helen Carter
Joe Mantell Vertreter
Karl Swenson Betrunkener

Inhaltsverzeichnis

Kritiken

Dirk Jasper: Alfred Hitchcock braucht keine Saurier und keine Monster aus dem All, um dem Kinopublikum gehörig einzuheizen - oder ihm kalte Schauer über den Rücken zu jagen; er schafft das mit unseren gefiederten Freunden, die in diesem beklemmenden Thriller in einem verschlafenen Küstenstädtchen Terror verbreiten. Was 'Die Vögel' so verstörend macht, ist die Tatsache, dass der Film nicht versucht, eine Erklärung für das aggressive Verhalten der Tiere zu liefern. Man kann in dem beklemmenden Thriller eine Parabel über die Rache der geschundenen Natur am Menschen herauslesen - doch Hitchcock war in seinen Filmen immer zuerst an der gekonnten Erzähltechnik und an packenden Effekten interessiert und nicht an moralischen oder gar politischen Botschaften. Der Film ist ein Meisterstück an inszenatorischem Bravour und technischer Perfektion - für die Tricks stand damals noch keine Computertechnik zur Verfügung.

Lexikon des internationalen Films: Über das Thema der Novelle von Daphne du Maurier hinaus wurde die Fabel zu einer hintergründigen Vision von Weltuntergangsstimmung audgeweitert. Alfred Hitchcock setzte die Story in ebenso erregende wie beklemmende Bildfolgen um.

Cinema: Hitchcocks Meisterwerk, in dem ganz gewöhnliche Vögel über ein Küstenstädtchen herfallen. Eine Mischung aus Horror und abgründiger Ironie, die bis zur letzten Minute in Atem hält.

Bemerkungen

Für diesen Film entdeckte Hitchcock Tippi Hedren, eine neue seiner typischen kühlen Blondinen à la Grace Kelly, die ja bereits Fürstin von Monaco geworden war. Tippi Hedrens Filmkarriere verlief allerdings weniger spektakulär als jene ihrer Tochter - Melanie Griffith. Alfred Hitchcocks Spielfilm "Die Vögel" gehört zu jenen Kinoklassikern, die ihre Faszination niemals verlieren. "In meinem Film 'Die Vögel' lauert gleich unter dem Schock und der Spannung der Ereignisse eine packende Deutung. Wenn Sie diese Deutung entdecken, wird sich Ihre Freude an meinem Film mehr als verdoppeln. Du Mauriers infernalische Erzählung ist ein neuer Beweis für die hervorragenden Eigenschaften der Autorin, deren "Rebecca" unvergessen bleiben wird. Es könnte der außergewöhnlichste Film sein, der jemals von mir hergestellt worden ist."

Nie zuvor war versucht worden, wilde Seemöwen zu dressieren. Vor allem stellte es ein Novum dar, eine große Zahl von Vögeln auf die Aufgabe vorzubereiten, Menschen anzugreifen, ohne sie zu verletzen. Die Vögel agierten so realistisch, daß Hitchcock zur Feststellung gelangte: "Es hat den Anschein, daß Vögel, die in meinem Film mitspielen, Revanche für die vielen Millionen ihrer Artgenossen nehmen wollen, die von den Menschen geschossen, gefangen oder aufgegessen worden sind."

Während der gesamten Dreharbeiten war ein Vertreter des Tierschutzverbandes anwesend, der darauf achtete, daß die Vögel nicht verletzt und nicht zu sehr strapaziert wurden. Neben einer Unzahl von Vögeln gab in diesem Film auch Tippi Hedren ihr Filmdebüt, die nach einem Filmtest mit Martin Balsam von Hitchcock engagiert wurde.

Dreharbeiten

Die Außenaufnahmen erfolgten in der Bodega Bay in Kalifornien.

Auszeichnungen

N/W Jahr Kategorie Name
nom 1963 Beste visuelle Effekte Ub Iwerks

Produktion

Alfred Hitchcock für Universal Pictures

  



 

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