Der steinerne Garten
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Lexikon des internationalen Films: Eine formal beherrschte und inhaltlich vielschichtige kritische Auseinandersetzung mit dem Problem des Militarismus, ohne dabei seine Vertreter menschlich zu denunzieren.
film-dienst: Film von verhaltener, ja versteckter Virtuosität.
Bemerkungen
Mit einem Staraufgebot inszenierte Regisseur Francis Ford Coppola seinen Anti-Kriegsfilm "Der steinerne Garten": James Caan ("Der Pate", "Dick Tracy" und bald neben Christopher Lambert in Nils Gaups "North Star" zu sehen) und James Earl Jones ("Jagd auf Roter Oktober", "Stunde der Patrioten") verkörpern die väterlichen Freunde des Rekruten D. B. Sweeney ("Acht Mann und ein Skandal"). Dessen Freundin wird von Mary Stuart Masterson ("Bad Girls", "Grüne Tomaten") gespielt, die ab 16. April 1996 an der Seite von Christian Slater in "Das Rosenbett" im Kino zu sehen war. Ihre richtigen Eltern, Peter Masterson und Carlin Glynn, spielen ihre Leinwandeltern. Anjelica Huston ("Die Ehre der Prizzies", "Addams Family"), in Sean Penns zweiter Regiearbeit "The Crossing Guard" zu bewundern, verkörpert die engagierte Vietnamkriegsgegnerin Samantha. Nachdem er 1979 mit "Apocalypse Now" einen Klassiker des Vietnam-Films geschaffen hatte, unternahm Regisseur Francis Ford Coppola ("Rumble Fish", "Bram Stoker's Dracula") mit "Der steinerne Garten" einen weiteren beeindruckenden Versuch zur Bewältigung des US-Traumas. Das Herausragende an diesem Werk: Coppola gelang das Kunststück, einen Vietnam-Film ganz ohne Vietnamesen und einen Kriegsfilm ohne jegliche Kriegsszenen zu drehen. Stattdessen geht es um die Auswirkungen auf den Krieg an der "Heimatfront". Ronald Bass lieferte dazu das Drehbuch nach dem gleichnamigen Roman von Nicholas Poffitt. Kauf-DVD: 2002-07-09.
Produktion
Michael J. Levy, Francis Ford Coppola für Tri-Star