Der Totmacher
Aus Film-Lexikon.de
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Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Kölner Stadt-Anzeiger 02.09.1995: George ist großartig - gerade weil er auf psychologische Konsistenz verzichtet in seinem Spiel. Weil er aufs Spielen überhaupt verzichtet und sich ganz auf den jeweiligen Moment einläßt in dieser Frage-und-Antwort-Partie, sich physisch und psychologisch den Stichworten des Seelenforschers anschmiegt: Die Sätze folgen strikt dem Protokoll von damals, Karmaker und George reichern sie an mit der Aura, dem Dunst von mehreren Jahrzehnten deutscher Geschichte.
film-dienst 24/1995: Der Zuschauer schwankt im Verlauf der Gespräche zwischen Mörder und Gutachter, zwischen Abscheu und Faszination. Als ungemein dichtes Kammerspiel inszeniert, das nicht auf Emotionalisierung angelegt ist, sondern als nüchterne Fallstudie. Ein glänzender Hauptdarsteller vermittelt in der Rolle des Haarmann das eigentlich Unfaßliche. Sehenswert.
TV Hören und Sehen 49/1995: Götz George in einer atemberaubenden Rolle.
Bemerkungen
Videostart: 24. Mai 1996. Der Film basiert auf den Tonbandprotokollen der psychiatrischen Untersuchung von 1924 und konzentriert sich streng auf einen Klinikraum und die Konfrontation zwischen dem Arzt und dem Monster in der Maske des Biedermanns. 1,3 Millionen DM Produktionskosten. Eröffnungsfilm der Biennale in Venedig 1995. "Goldener Löwe" als "Bester Hauptdarsteller" der 52. Filmfestspiele von Venedig am 10. September 1995. Kaufkassette: 2000-09-21. DVD: 2001-07-12.
Dreharbeiten
Die Dreharbeiten in der ehemaligen "Graf Goltz-Kaserne" in Hamburg dauerten insgesamt vier Wochen, und zwar vom 20. Februar bis zum 17. März 1995.
Produktion
Thomas Schühly für Pantera Film / WDR / SWF