Der Mann mit der Kamera
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
filmszene.de: Vertov durchbricht hier nicht nur die Wirkung des Films als Illusion, indem er sogleich die Erzeugung der scheinbar magischen Bilder zeigt; er zieht seine Zuschauer richtig gehend in den Film hinein, indem er geradezu zum Mitmachen animiert. Man mag unwillkürlich an das Punkrock-Credo denken, dass man zum Musik machen nicht mehr braucht als eine Gitarre und drei Akkorde. So scheint hier auch Vertov zu sagen: Dies ist ein Film, und so macht man ihn.
moviemaze.de: Die Menschen im Kino, die Der Mann Mit Der Kamera anschauen, finden sich selbst in den so ungeheuer "echt" abgebildeten Personen auf der Leinwand wieder. Das "Kameraauge" wird zum ständigen Begleiter, zum alles überragenden und alleingültigen Medium der Wahrheit. Was heute von Dziga Vertovs großem, überzeugten Entwurf geblieben ist, ist neben aller Theorie, allen Ideen und allem Umbruchswillen vor allem eines: Eine Feier der Möglichkeiten des Mediums, des Schöpfens und des Kinos selbst.
Bemerkungen
Erste Aufführung: 12.05.1929 (USA)