Der Mann des Jahres: Michael Fassbender

Aus Film-Lexikon.de

15. Dezember 2011  |  Kommentare: 0

Als Michael Fassbender diese Woche von der renommierten Los Angeles Film Critics Association den Preis als bester Darsteller erhielt, war das der vorläufige Höhepunkt eines Jahres, das für den Schauspieler nicht besser hätte laufen können. Anders als bei Filmpreisen wie dem Oscar kann der Preis der Filmkritiker aus L.A. nicht nur für eine Rolle vergeben werden, sondern für das Gesamtwerk eines Jahres, und diese Saison hatte Fassbender einiges am Start:

In unseren Kinos ist er gerade parallel in zwei Filmen zu sehen: In "Eine dunkle Begierde" spielt er den großen Psychiater C.G. Jung, der mit einer Patientin ein sado-masochistisches Verhältnis unterhält. In Jane Eyre gibt er einen von einem dunklen Geheimnis umgebenen Adeligen (Foto links). Zuvor war er in X-Men: Erste Entscheidung als der Mutant Erik Lehnsherr zu sehen, der sich für die dunkle Seite entscheidet um den nicht-mutierten Rest der Menschheit zu bekämpfen.

Die Krönung war aber die Rolle in "Shame". In dem bei uns im nächsten Jahr zu sehenden Film spielt er einen New Yorker, der von anonymem, unverbindlichen Sex abhängig ist. Für diese Rolle erhielt Fassbender beim Filmfestival in Venedig den Darstellerpreis. Von der amerikanischen Schauspielergewerkschaft SAG (Screen Actors Guild) wurde zudem sein Gesamtwerk mit dem Spotlight Award ausgezeichnet, der alljährlich für besondere Leistungen vergeben wird.

In allen diesen schwierigen, dunklen Rollen demonstrierte Fassbender eine enorme Wandlungsfähigkeit bei gleichzeitiger Tief- und Abgründigkeit, die notwendig den Vergleich mit seinem großen Vorbild Daniel Day-Lewis – der wie Fassbender Halb-Ire ist – aufkommen lässt.

Copyright Bild: Tobis

  



 

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