Das wandelnde Schloss
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Birgit Glombitza (Die Zeit, 25. August 2005): Wie immer bei Hayao Miyazako sind Gespenster und Magier seltsame Zwischengestalten. Ihnen kann das Herz fehlen wie bei dem selbstverliebten Hauro. Manchmal auch der Verstand wie bei der Hexe aus dem Niemandsland, die nach dem Verlust ihrer magischen Kräfte in stumpfe Demenz verfällt. In ihren Triumphen werden diese Wesen unheimlich, in ihren Defekten harmlos. So harmlos, dass die in Tapferkeit gereifte Sophie die Macken ihres Geliebten korrigieren und sich die Liaison zwischen Leben und Zauberei endlich erfüllen kann. So gesehen ist Das wandelnde Schloss, mehr als alle anderen Hayao Miyazako-Werke, eine ziemliche Schnulze. Doch das macht aus dem Film noch kein sentimentales Alterswerk. Eher einen Hayao Miyazako für Einsteiger.
film-dienst 17/2005: Ein im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts angesiedeltes Anime voller überbordender Bildeinfälle, das vor der Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch Technik und Krieg warnt und ein Hohelied auf die Macht der Liebe anstimmt. Bei aller Zuversicht behält jedoch ein düsterer Grundton die Oberhand.
Der Spiegel 34/2005): Aus dem Bestseller der englischen Autorin Diana Wynne Jones hat der japanische Trickfilmer Hayao Miyazako, Oscar-Preisträger von 2003, einen rührend altmodischen Animationsfilm gemacht, der in Japan 14 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte.
Produktion
Ned Lott, Toshio Suzuki, Rick Dempsey