Das Orangenmädchen
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
filmz.de: Nach Jostein Gaarders gleichnamigem Bestseller-Roman inszenierte Regisseurin Eva Dahr ein wahrhaft romantisches Märchen voll poetischer Imagination. Ihr gelang ein besonderer Familienfilm voll magischer Momente, eine bewegende Hommage an die große Liebe.
critic.de: Mit der Geschichte von Georg und Stella versucht das Drehbuch die größte Hürde des Romans zu umschiffen: Gaarders Vorlage ist ein episch erzähltes Vermächtnis, das ethische Wertfragen zum Fazit hat. Antworten kann folglich auch nur Georgs zukünftiges Leben als Prozess geben, weshalb direkte Reaktionen im Buch konsequenterweise ausgeblendet bleiben. Dagegen aktiviert das Drehbuch Georg als Protagonisten, um sein Erwachsenwerden und seine emotionale Reifung im Geiste des konventionellen Teenager-Handlungskinos zu bebildern. Doch genau dieser Ansatz erweist sich hier als Verhängnis: Die Konstruktion nimmt an, dass der darstellbare Reifungsprozess tatsächlich durch die Lovestory-Erfahrung des Vaters induziert werden kann. Damit jedoch verliert die behauptete Entwicklung von Georg jegliche Glaubwürdigkeit und bleibt nur plakatives Postulat. So verwundert es auch nicht weiter, wenn Georg am Ende urplötzlich ein Licht aufgeht und er sich Stella offenbart, denn die Anteilnahme des Zuschauers ist während der langen 80 Minuten längst abhanden gekommen.
Produktion
Axel Helgeland