Das Netz (Krimi, 1976)
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
FAZ: Klaus Kinski chargiert das un-überbietbar gräßlich.
Bemerkungen
Nach einer Romanvorlage des Bestseller-Autors Hans Habe und mit einem Budget von immerhin zweieinhalb Millionen Mark insze-nierte Manfred Purzer seinen Debütfilm: Eine pessimistisch-düstere Geschichte um einen psychopathischen Mörder und einen korrupten Journalisten, der auf der Jagd nach Sensa-tionen zum Meisterfälscher wird. Obwohl als Regisseur bis dahin ohne Meriten, mußte Purzer als plausible Wahl für die Verfilmung dieses zugleich kolportage-haf-ten und gesellschaftskritischen Stoffs er-scheinen: Er hatte be-reits die Drehbücher für die meisten der unge-mein erfolgreichen Sim-mel-Adaptionen geliefert. Und natür-lich zeich-net er auch für "Das Netz" als Autor verantwortlich. In den Haupt-rollen liefern sich Hollywood-Star Mel Ferrer (unter anderem "Krieg und Frie-den", "Rancho Notorious - Engel der Ge-jagten") und Klaus Kinski ein aufregendes Duell: Es ist kaum zu entscheiden, welcher der bei-den Charaktere psychotischer ist. Trotz seiner Manieris-men und seines exzentrischen Lebensstils ist Kinskis Status als einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler des Nachkriegs-kinos unbestritten; vor allem seine Zusammenarbeit mit Werner Herzog (in Filmen wie "Aguirre, der Zorn Gottes", "Fitzcarraldo" und "Cobra Verde") brachte dem im November 1991 Verstorbenen die Wertschätzung der interna-tionalen Kritik ein. Purzers Film ist auch in den Neben-rollen mit deutschen Kino- und Fernsehgrößen besetzt: Heinz Benennt, Elke Sommer und Susanne Uhlen runden das Ensemble ab.