Casablanca
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Kritiken
Lexikon des internationalen Films: Das spannende, zuweilen witzige Melodram mit zeitgeschichtlichem Hintergrund besticht durch optisches Raffinement, darstellerische Präzision, dramaturgisches Timing und dichte Atmosphäre. 1952 gelang eine gekürzte und in der Synchronisation verfälschte in die bundsdeutschen Kinos: Alle Hinweise auf Nationalsozialismus und Vichy-Regime waren getilgt, die politischen Konflikte zu einer Agentengeschichte vereinfacht und der Wiederstandskämpfer in einer norwegischen Atomphysiker verwandelt. Erst Mitte der 70er Jahre ermöglichte eine Neusynchronisation den Zugang zur authenischen Fassung des inzwischen zum Kultfilm avancierten Werkes.
Georg Seeßlen: Casablanca ist ein Zustand völliger Unsicherheit, alles ist hier möglich, und doch ist auch alles unmöglich. Wie sich in Casablanca die Emigranten treffen, so finden sich in Hollywood die Künstler, die vor dem Faschismus geflohen sind, und auch ihre Haltung zum Leben ist geprägt von Unsicherheit; für sie wird Hollywood zu Casablanca, zu einer Zwischenstation auf dem Weg zu Freiheit und Erfolg, die sich freilich bei den weniger Glücklichen als Endstation erweisen kann, als das zum Zustand gewordene 'Warten auf eine bessere Welt'.
Bemerkungen
TV-Start: 5. Oktober 1968 (ARD). Das Video enthält die deutsche und die englische Originalfassung. Erste Aufführung: 26. November 1942 in Warner Bros.-Kino "Hollywood Theatre" in Manhattan, New York
Dreharbeiten
Drehbeginn sollte der 10. April 1942 sein. Tatsächlich wurde erst am 25. Mai 1942 mit den Dreharbeiten begonnen. Zu Drehbeginn war das Drehbuch noch nicht fertig, es wurde teilweise täglich entwickelt. Es war auch lange Zeit unklar, wie der Schluß des Films aussehen sollte. Insgesamt wurden 50 Drehtage auf den Bühnen 9 und 21 in den Warner Studios am Warner Boulevard 4000 in Burbank, Nord-Hollywood, Kalifornien, benötigt. Festliche Premiere war am 27. November 1942 im Warner Bros.-Kino "Hollywood Theatre" in Manhattan, New York. Bei der Uraufführung glaubte niemand an einen Erfolg dieser melodramatischen Dreiecksgeschichte von Michael Curtiz: weder das Publikum, der Produzent noch die unentschiedene, zurückhaltende Presse. Erst als am 14. bis 24. Januar 1943 die sogenannte "Casablanca-Konferenz" einberufen wurde, auf der Roosevelt und Churchill die Landung der Alliierten auf Sizilien beschlossen, war die marokkanische Stadt über Nacht schlagartig bekannt. Die Produktionsfirma Warner Brothers nutzte das Geschenk des Himmels und verlegte den geplanten Massenstart von "Casablanca" auf den Februar 1943 und verhalf damit dem Film zu einem ungeheuren Publikumserfolg.
Auszeichnungen
| N/W | Jahr | Kategorie | Name |
|---|---|---|---|
| | 1943 | Julius J. Epstein, Philip G. Epstein, Howard Koch | |
| | 1943 | Bester Film | |
| | 1943 | Beste Regie | Michael Curtiz |
| nom | 1943 | Beste Filmmusik | Max Steiner |
| nom | 1943 | Beste Kamera | Arthur Edeson |
| nom | 1943 | Bester Nebendarsteller | Claude Rains |
| nom | 1943 | Bester Schnitt | Owen Marks |
| nom | 1943 | Bester Hauptdarsteller | Humphrey Bogart |
Produktion
Hal B. Wallis für Warner Bros.
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