Cannes
Aus Film-Lexikon.de
Es mag am Sonnenschein und an der traumhaft schönen Kulisse am Mittelmeer liegen, dass die Filmfestspiele in Cannes mittlerweile so beliebt sind. Denn aus diesen Gründen fiel 1939 die Wahl des Ortes für ein neues Filmfestival auf Cannes. Heute tummeln sich jeden Mai bis zu 30.000 Gäste aus allen Bereichen der Filmindustrie an der Strandpromenade. Dabei steht weniger der Wettbewerb und die Preise im Vordergrund als vielmehr das sehen und gesehen werden.
Die Filmauswahl reicht von US-amerikanischen Kommerzfilmen bis zu ausgewählten Arthouse-Filmen aus aller Welt. Streifen von US-amerikanischen Regisseuren erhielten den Hauptpreis bisher am häufigsten, gefolgt von französischen und italienischen Produktionen. Beim Kurzfilm-Wettbewerb dominieren die Franzosen.
Geschichte
1939 schlug Kulturminister Jean Zay vor, ein internationales Filmfestival in Frankreich zu etablieren. Die Wahl des Austrageortes fiel dabei auf Cannes. Tatsächlich fand die erste Veranstaltung dann aber erst nach dem Krieg statt, am 20. September 1946. In den Anfangsjahren waren finanzielle Engpässe ein großes Problem, so dass das Filmfest 1948 und 1950 ausfallen musste. Dies passierte in der Geschichte des Festivals zwar kein weiteres Mal, 1968 musste die Veranstaltung jedoch wegen politischer Tumulte abgebrochen werden.
1951 wurde das Festival von September in den Mai verlegt. Vier Jahre später wurde die berühmte "Goldene Palme" für den besten Film eingeführt, davor war ein "Grand Prix" für den besten Regisseur vergeben worden. Neben der Palme gibt es weitere Preise wie den Preis der Jury, beste(r) Darsteller(in), beste Regie, bestes Drehbuch, die Goldene Kamera für den besten Debütfilm oder den Prix Orange der Presse.
