Caligula - Aufstieg und Fall eines Tyrannen
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Lexikon des internationalen Films: Die Grausamkeiten und Orgien des größenwahnsinnigen römischen Kaisers Caligula als Handlungsmaterial für ein üppiges, spekulatives Sittengemälde voller Sex, Gewalt und Sadismus. Möglicherweise hatte Regisseur Tinto Brass eine weniger triviale Aufarbeitung des Stoffes im Sinn; jedenfalls konnte er von seinen Ambitionen nichts in den Film hinüberretten - zumal die Endfassung von den Produzenten eigenmächtig verändert und verstümmelt wurde.
Bemerkungen
Wiederaufführung: 15. Januar 1997 (Verleih: Knipp-Film). Die Produzenten versuchten mit Akribie, die Exzesse und Extravaganzen von Caligula einzufangen. Sie verpflichteten den Oscar-Gewinner Danilo Donati, das Genie hinter den Bauten in Fellinis Filmen, um das Gesicht von Caligulas Rom zu rekonstruieren.
Er entwarf die größte Atelier-Dekoration, die je für einen Spielfilm errichtet wurde: Ein Boot, mit Blattgold verziert, über 30 m lang und 5 m hoch, geschmückt mit mehr als 100 sorgfältig gebauten Statuen und 120 Rudern. Dieses Boot sollte niemals segeln, es diente als kaiserliches Bordell in Caligulas Palast, wo er die Frauen und Töchter seiner Senatoren feilboot.
Eine weitere hervorragende Dekoration von Donati war der Nachbau des Privat-Stadions von Kaiser Caligula. In diesem Stadion befand sich eine bewegliche gigantische „Tötungsmaschine". Nach Ansicht von Historikern entwarf Caligula diese Maschine, um sich seiner Feinde auf eine einzigartige und bizarre Art und Weise zu entledigen.
Produktion
Bob Guccione, Franco Rosselli für Bob Guccione / Penthouse Films