Ben Hur
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Dirk Jasper: Die Geschichte des römischen Reiches, des Leidensweges Christie und der Juden. Ein unglücklicher Zufall bestimmt die beispiellose Tragödie und den schmerzlichen Leidensweg der Familie Hur. Ein imponierendes Meisterwerk, das die besten Tugenden des großen Kinos und handwerkliche Meisterschaft vereint.
Lexikon des internationalen Films: Der 1880 erschienene Roman des amerikanischen Rechtsanwalts und Bürgerkriegsgenerals Lewis Wallace in einer dreieinhalbstündigen Neuverfilmung, die an kolossalem Aufwand alles bis dahin Gedrehte übertraf. Bewunderter Höhepunkt: das Quadrigarennen im Zirkus, mit dem der römische Tribun Messala und der unterjochte israelische Prinz Ben Hur ihren jahrelangen Kampf zwischen Despotie und Freiheitsgeist beenden.
Bemerkungen
Die Geschichte von "Ben Hur" ist eine Geschichte der Superlative: Der Roman des ehemaligen Generals Lew Wallace aus dem Jahre 1880 wurde ein Welterfolg, allein eine Theaterversion am Broadway lief ununterbrochen über 20 Jahre lang. 1907 erblickte der jüdische Held in einem Kintopp-Film erstmals das Licht der Leinwand; die Version von 1926 war die teuerste, technisch aufwändigste und erfolgreichste Produktion der Stummfilm-Ära. Der "Ben Hur" von 1959 ist schließlich der monumentalste aller Monumentalfilme. Über 16 Millionen Dollar flossen unter anderem für 50.000 Statisten, 365 Sprechrollen, eine Million Requisiten und über 300 Dekorationen in einer Vorbereitungszeit von fünf Jahren und einer reinen Drehzeit von einem Jahr in den Cinecittà-Studios von Rom und Umgebung. Monumental war auch der Erfolg: Hollywood ließ elf Oscars auf den Film regnen. Die Einspielergebnisse im Kino und die späteren Einschaltquoten im Fernsehen brachen alle Rekorde. Mit seinem legendären Wagenrennen, das in keiner Geschichte des Kinos fehlt, setzte "Ben Hur" einen Meilenstein. Produzent Sam Zimbalist, der zuvor mit "Quo Vadis" Erfahrungen im Monumeltalgenre gemacht hatte, fand in William Wyler (der als Regieassistent schon an der 1926er Version mitgewirkt hatte) einen adäquaten Regisseur für einen solch hohen Anspruch an Kunst und Logistik. Erste Aufführung: 18. November 1959 in New York, USA
Auszeichnungen
| N/W | Jahr | Kategorie | Name |
|---|---|---|---|
| | 1959 | Bester Ton | Franklin E. Milton |
| | 1959 | Bestes Kostümdesign | Elizabeth Haffenden |
| | 1959 | Bester Hauptdarsteller | Charlton Heston |
| | 1959 | Beste visuelle Effekte | A. Arnold Gillespie, Robert MacDonald, Milo Lory |
| | 1959 | Bester Nebendarsteller | Hugh Griffith |
| | 1959 | Beste Filmmusik | Miklos Rozsa |
| | 1959 | Bester Film | |
| | 1959 | Bester Schnitt | Ralph E. Winters, John D. Dunning |
| | 1959 | Beste Regie | William Wyler |
| | 1959 | Beste Kamera | Robert L. Surtees |
| | 1959 | Bestes Szenenbild | William A. Horning, Edward C. Carfagno, Hugh Hunt |
| nom | 1959 | Bestes adaptiertes Drehbuch | Karl Tunberg |
Produktion
Sam Zimbalist für MGM
Kommentare
Deine Wertung
Film-Magazin - Neue Artikel
Themen
Comics auf der Leinwand
Von der Sprechblase auf die große Leinwand. Helden wider Willen erobern die Kinos.
Filmgeschichte
Was hat der Maler Salvador Dalí neben Stan Laurel und Charly Chaplin zu suchen?
Johnny Depp
Exzentrisch, gutaussehend, talentiert. Ein typischer Hollywood-Star ist er aber nicht.
Die teuersten Filme aller Zeiten
Die Chroniken von Narnia haben 200 Mio. Dollar verschlungen. Es geht aber noch teurer.



