Bei Anruf: Mord
Aus Film-Lexikon.de
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Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
FAZ: Heute zählt diese Geschichte (...( zu den Glanzstücken von Hitchcocks Regie-Arbeiten.
Lexikon des internationalen Films: Aus einem Grusel-Theaterstück schuf Hitchcock mit scharfsinnig berechneter Spannung einen meisterhaften, im 3-D-Verfahren fotografierten Kriminalfilm.
Rhein-Zeitung 1996-04-20: Herausragender Thriller von Alfred Hitchcock.
Bemerkungen
Der Dialogfilm basiert auf einem erfolgreichen Theaterstück von Frederick Knott. Die Filmrechte hatte der Produzent Alexander Korda für 1.000 Pfund erworben. Für 30.000 Pfund verkaufte er sie Warner Brothers weiter. Da Anfang der 50er Jahre das Fernsehen dem Kino den Rang abzulaufen drohte, wurden viele Filme in 3-D gedreht. Auch Hitchcock mußte sich dieser Bedingung unterordnen.
Suspense-Meister Alfred Hitchcock drehte "Bei Anruf: Mord" in nur 36 Tagen und fast ausschließlich in einem Raum. Hitchcock: "Die ganze Handlung spielt in einem Salon, aber das ist ohne Bedeutung. Ich würde auch gern einen ganzen Film in einer Telefonzelle drehen."
Weitaus mehr behinderte den Regisseur die gewaltige Kamera, denn "Bei Anruf: Mord" wurde auf Wunsch des Warner Bros.-Studios im 1952 nur für kurze Zeit populären 3-D-Format gedreht, obwohl schon bald feststand, daß er später in Normalformat in die Kinos kommen würde. Die plastischen Effekte interessierten Hitchcock wenig, in der Hauptsache wurden sie dadurch erzielt, daß die Kamera sich in einem Graben auf Höhe des Fußbodens befand.
Als Inspektor verpflichtete Hitchcock John Williams, der die Rolle bereits in der Vorlage, Frederick Knotts erfolgreichem Theaterstück, auf der New Yorker Bühne gespielt hatte. Ebenso hatte er mit Hitchcock bereits "Der Fall Paradin" gedreht
Für die weibliche Hauptrolle fand er in der damals noch unbekannten Grace Kelly die Idealbesetzung und, wie er später sagte, eine der kooperativsten Schauspielerinnen, die er je erlebt hatte. Das Verhältnis zwischen dem von Schauspielern gefürchteten Regisseur und seinem neuen Star war ungewöhnlich gut und erwies sich als ausgesprochen fruchtbar: Grace Kelly spielte auch in den nächsten beiden Hitchcock-Filmen, "Das Fenster zum Hof" und "Über den Dächern von Nizza" die Hauptrolle.
Hitchcock, der gewohnten Freiheit mit der Kamera beraubt, beschäftigte sich besonders intensiv mit den Kostümen. Grace Kelly - die den Regisseur übrigens erst selbst überzeugen mußte, daß sie in der nächtlichen Mordszene ein Nachthemd tragen sollte und kein luxuriöses rotes Samtkleid - ist zu Beginn des Films hell und farbenfroh gekleidet. Je düsterer sich das Schicksal von Margot Wendice entwickelt, desto dunkler werden auch ihre Kostüme.
Die berühmte Mordszene wurde immer wieder geprobt und gedreht, und es dauerte fast eine Woche, bis die Sequenz fertiggestellt war. "Das war ganz nett", sagte Hitchcock nach einer Aufnahme, "aber die Schere glänzt nicht genug. Ein Mord ohne blitzende Schere ist wie Spargel ohne Sauce Hollandaise - fade."
Dreharbeiten
Der Film wurde in nur 36 Tagen Drehzeit fertiggestellt. Hitchcock drehte dabei nur ein halbes Dutzend Einstellungen außerhalb der Wohnung von Tony und Margot.
Produktion
Alfred Hitchcock, Alexander Korda für Warner Bros. / First National Picture