American Dreamz - Alles nur Show

    Aus Film-Lexikon.de

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    Unmittelbar nach seiner Wiederwahl fällt der US-Präsident Staton in eine totale Sinnkrise. Statt sich wie gewohnt von seinem Berater und Stabschef Wally Brown mit Informationen aus erster Hand füttern zu lassen, fängt er plötzlich an, selbst Zeitungen und Bücher zu lesen. Da er das Weiße Haus deswegen wochenlang nicht verlassen hat, soll Staton die besorgten Bürger nun mit einer groß angelegten Medienkampagne beruhigen. Auch die First Lady macht sich große Sorgen um ihren Ehemann.

    Höhepunkt der Werbekampagne soll ein Auftritt des Präsidenten als Jurymitglied in der beliebten Reality-TV-Show „American Dreamz“ sein. Hier wird der Grundstein für viele große Show-Karrieren gelegt, aber auch an Peinlichkeiten hat diese Show viel zu bieten. Star-Moderator dieser Talentshow ist der gewissenlose und nur auf seine Wirkung bedachte Martin Tweed, der die Kandidaten mehr oder weniger fertig macht. Im Finale kämpfen die junge Sängerin Sally und der junge Omer um die Gunst des Publikums und des allmächtigen Moderators.

    Dabei hat der Musicalfan Omer eigentlich ganz etwas anderes vor ... Doch manchmal gibt es Dinge, die man nicht 100%ig planen kann. Sallys Freund William Williams macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich sollte er in der Abschluss-Show medienwirksam seiner Sally einen öffentlichen Heiratsantrag machen. Doch auch das geht voll daneben, oder besser gesagt – der Antrag platzt mit einem lauten Knall ...



    Filmstab

    Regie Paul Weitz
    Drehbuch Paul Weitz
    Kamera Robert Elswit
    Schnitt Myron I. Kerstein
    Musik Stephen Trask
    Produktion Rodney M. Liber, Andrew Miano, Chris Weitz, Paul Weitz

    Darsteller

    Martin Tweed Hugh Grant
    Präsident Staton Dennis Quaid
    Sally Kendoo Mandy Moore
    Wally Brown, Berater des Präsidenten Willem Dafoe
    William Williams Chris Klein
    Martha Kendoo Jennifer Coolidge
    Omer Sam Golzari
    First Lady Marcia Gay Harden
    Chet Krogl Seth Meyers
    Ittles John Cho
    Accordo Judy Greer

    Kritiken

    Angelika Piller (Rhein-Zeitung 14. Juni 2006): Mit seiner hochkarätig besetzten Komödie American Dreamz ist Regisseur und Autor Paul Weitz ein unterhaltsames Stück Kino gelungen. Vor allem Hugh Grant als egomanisch zynischer TV-Moderator und Dennis Quaid in seiner fast schon beängstigend realitätsnahen Präsidentenparodie liefern darstellerische Highlights, denen Willem Dafoe als Stabschef Wally Brown und Mandy Moore als herrlich berechnende Karrieristin in nichts nachstehen. Die Inszenierung ist nach einem etwas holprigen Einstieg ausgesprochen kurzweilig und scheut weder Klamauk noch Klischees. Das ohnehin schon sichere Konzept für erfolgreiche Kinounterhaltung wird noch mit gelungenen Musiknummern gewürzt. Doch bei aller Komik und netten Gags bleiben böser Spott und Gesellschaftskritik auf der Strecke. Für eine saftige Satire ist American Dreamz zu nett, für eine harmlose Sommerkomödie aber genau richtig.

    film-dienst 12/2006: Ein kleines Komödienkunstwerk über die Kultur der Oberflächlichkeit, das in Teilen durchaus gelungen ist und mit ebenso zündenden wie frechen Gags aufwartet, als Gesellschafts- und Politsatire aber nur wenig überzeugt.


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Original American Dreamz
    Jahr/Land 2005 / USA
    Genre Komödie
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 107 Minuten
    Kinostart 15. Juni 2006