Alter und Schönheit

    Aus Film-Lexikon.de

    Eine Ewigkeit haben sich die vier alten Freunde nicht mehr gesehen - fast schon aus den Augen verloren. Ein letzter Wunsch des schwer kranken Mannis vereint sie nach Jahren wieder: Die Freunde sollen Rosi finden, die einstige "Königin" ihrer Clique - seine große Liebe, die er um Verzeihung bitten will. Das Wiedersehen der Männer lässt schon bald ein verloren gegangenes Lebensgefühl erwachen: Sie kurven in Mannis Ferrari herum und schlagen in dessen komfortablem Bungalow so lange ihr Lager auf, bis sie das Paar von früher zusammengebracht haben. Doch dies stellt sich als schwieriger heraus, als sie dachten, denn Mannis stolze Exgeliebte ist eine Frau voller Überraschungen.

    In entspannter Atmosphäre löst sich allmählich die Distanz zwischen den Männern und Rosi. Sie vertreiben sich an Mannis Pool die Warterei, hören die alten Platten und dabei wird ihnen so einiges bewusst: Bernie ist die Liebe zu Frau und Job abhanden gekommen, Justus spürt, dass Arbeit nicht alles ist im Leben und Harry muss damit klarkommen, dass ihn seine Frau und seine Geliebte gleichzeitig verlassen haben - per SMS, am selben Tag...



    Filmstab

    Regie Michael Klier
    Drehbuch Michael Klier
    Kamera Sophie Maintigneux
    Produktion Stefan Arndt, Robert Geisler

    Darsteller

    Justus Burghart Klaußner
    Harry Henry Hübchen
    Bernhard Armin Rohde
    Manni Peter Lohmeyer
    Rosi Sibylle Canonica
    Britt Friederike Wagner

    Kritiken

    kino.de: Mit Henry Hübchen und Armin Rohde prominent besetzte und gut gespielte Dramödie um Freundschaft, Leben und Tod. Regisseur und Drehbuchautor Michael Klier ("Farland", "Ostkreuz") findet dabei genau die richtige Balance zwischen Wahrhaftigkeit, hintersinnigem Witz und herzzerreißender Melancholie.

    cinefacts.de: Michael Klier liegt nicht an gewöhnlicher Spannungsdramaturgie: die Suche nach Rosi ist schnell erfolgreich; doch dann beginnt der Tanz der Charaktere umeinander, die einstmals so eng miteinander verbunden waren. Sie nähern sich wieder einander an; und sie erkennen, , dass die materiellen Statussymbole des Wirtschaftswunderdeutschlands, in dem sie aufgewachsen sind, nur Fetische ohne Wert sind. Es reift die Erkenntnis, dass man auch in fortgeschrittenem Alter die wirklich wichtigen Dinge nicht klar sehen kann – aber immerhin weiß man, dass es sie gibt.