Alles inklusive

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    Den albernen Vornamen verdankt Apple (Nadja Uhl) ihrer Mutter Ingrid (Hannelore Elsner). Nie mehr will sie so chaotisch leben wie damals in ihrer Kindheit. In Spanien, in dem Zelt am Hippie-Strand von Torremolinos, 1967, als Apples Mutter eine wilde Affäre mit Karl hatte.

    Jetzt, dreißig Jahre später, erlebt die Singlefrau Apple ein Liebesdesaster nach dem anderen und fühlt sich einzig und allein von ihrem Hund verstanden. Und die ehemalige barbusige Strandkönigin Ingrid, mit über sechzig immer noch rebellischer Freigeist, kehrt nun nach mehr als drei Jahrzehnten als All-inclusive-Touristin zurück nach Torremolinos: Der Hippie-Strand existiert nicht mehr und vor lauter Hotelbunkern, billiger Animation und feiernden Abiturienten erkennt sie das ehemalige Fischerdorf kaum wieder. Die Begegnungen mit einem Bootsflüchtling (Elton Prince) und dem Transvestiten Tim – bzw. Tina (Hinnerk Schönemann) – zwingen Ingrid, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Als auch Apple in Spanien eintrifft, um ihre Mutter zu besuchen, erlebt sie eine Überraschung.




    Filmstab

    Regie Doris Dörrie
    Drehbuch Doris Dörrie
    Kamera Hanno Lentz
    Schnitt Inez Regnier
    Produktion Molly von Fürstenberg, Harald Kügler

    Darsteller

    Birgit Hannelore Elsner
    Apple Nadja Uhl
    Tim/Tina Hinnerk Schönemann
    Helmut Axel Prahl
    Karl Peter Striebeck
    Dr. Fellborn Fabian Hinrichs
    Karl (jung) Robert Stadlober
    Ingrid (jung) Natalia Avelon
    Frau Luecken Juliane Köhler

    Kritiken

    www.cinetastic.de: Peter Gutting: ... mit „Alles inklusive“ zeigt sie (Dörrie), warum man ihr schon früh in ihrer Karriere den „Lubitsch-Touch“ attestiert hatte. Das Ernste leicht zu nehmen und das Leichte ernst – das scheint ihr irgendwie im Blut zu liegen.

    www.critic.de: Carsten Moll: Alles inklusive, das heißt bei Dörrie eben auch, jeden Erinnerungsfetzen zu visualisieren, jedes Gefühl noch überdeutlich im Dialog auszuformulieren und am Ende doch nur das Offensichtliche zu illustrieren.

    www.kino-zeit.de: Peter Osteried: Alles inklusive wird seinem Titel gerecht. Er bietet alles: Humor, Dramatik, ernsthafte Momente, die schrägen Wirrnisse des Lebens und sogar das Happyend, auf das alle heiß sind.