Alles über meine Mutter

    Aus Film-Lexikon.de

    Der Unfalltod ihres Sohnes führt Manuela nach Barcelona, in jene Stadt, die sie vor 18 Jahren wegen einer verkorksten Liebesgeschichte fluchtartig verlassen hatte. Den Vater ihres Sohnes wieder zu finden ist keine Kleinigkeit, nicht zuletzt, weil der seit langem nur noch Kleider trägt und sich inzwischen Lola nennt. Auf der Suche nach dem Ex trifft die Verzweifelte auf andere Frauen, biologische wie nachgerüstete, die Hilfe noch nötiger brauchen als sie selbst. Da ist die Schauspielerin Huma mit ihrer drogensüchtigen Geliebten, eine HIV-infizierte schwangere Nonne und die transsexuelle Agrado. Schon bald hält Manuelas "Großfamilie" sie so in Atem, dass ihr kaum Zeit für Trauer bleibt. Und am Ende steht ein Neuanfang ...



    Filmstab

    Regie Pedro Almodóvar
    Drehbuch Pedro Almodóvar
    Kamera Affonso Beato
    Schnitt José Salcedo
    Musik Alberto Iglesias
    Produktion Esther Garcia

    Darsteller

    Manuela Cecilia Roth
    Estéban Eloy Azorin
    Huma Rojo Marisa Paredes
    Schwester Cruz Penélope Cruz
    Nina Candela Peña
    La Agrado Antonia San Juan

    Kritiken

    Dirk Jasper: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen im Mittelpunkt von Pedro Almodóvars mit viel Wärme, Ironie und Witz inszenierten 13. Film. Der eindeutige Liebling des Publikums und Favorit der Presse wurde 1999 in Cannes mit dem Regiepreis bedacht.

    TV Today 1999-23: Pedro Almodòvar präsentiert eine Fülle an Geschichten und Figuren. Wieder geht es um Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Doch so kompromisslos ernsthaft erzählte der Spanier noch nie. Dass das nicht bierernst oder überfrachtet wirkt, liegt auch an den grandiosen Darstellerinnen wie Cacilia Roth (Manuella) und Marisa Paredes. Almodóvars Meisterwerk: ein kluger, sehr emotionaler Film über weibliches Fühlen, Denken und Handeln.

    TV Movie 1999-23: Aller guten Dinge sind dreizehn. Im neuen Almodóvar leuchten die Farben bonbonbunt wie nie zuvor. Die Dialoge sind ordinär bis pathetisch, die Handlungsstränge ins Absurde übersteigert. Ein zwischen Kitsch und Kunst schwankender Bilderrausch - so grell und grausam, lust- und leidvoll wie ein spanischer Stierkampf.