Alles über Adam

    Aus Film-Lexikon.de

    An Verehrern mangelt es der hübschen Lucy Owen beileibe nicht. Schliesslich serviert die Blondine in einem angesagten Dubliner Café und becirct dessen Gäste mit samtweichen Songs. Doch dann sieht Lucy ihren Traummann: Adam ist der Name des Prachtexemplars, innerhalb von fünf Minuten hat er Lucys Telefonnummer und nur kurze Zeit nach der romantischen ersten Nacht über den Dächern von Dublin läuten die Hochzeitsglocken. Sehr zum Schrecken von Lucys Schwestern Laura und Alice. So zurückhaltend Adam auch wirken mochte: Innerhalb kürzester Zeit schlug er alle drei Damen nicht nur in seinen Bann, sondern zog sie auch in sein Bett. Was auf den ersten Blick moralisch höchst verwerflich erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als gelungene Lebenshilfe. Die asexuelle Laura ist dank Adam endlich auf den Geschmack gekommen, Alice hat den Ausbruch aus ihrer drögen Ehe genossen und sogar ihrem Bruder David, sowie dessen Freundin Karen bescherte Adam erotische Erkenntnisse.



    Filmstab

    Regie Gerard Stembridge
    Drehbuch Gerard Stembridge
    Kamera Bruno de Keyser
    Schnitt Mary Finlay
    Musik Adrian Johnston
    Produktion Anna Devlin, Marina Hughes

    Darsteller

    Adam Stuart Townsend
    Laura Frances O'Connor
    Alice Charlotte Bradley
    Lucy Kate Hudson
    David Alan Maher
    Martin Brendan Dempsey
    Karen Cathleen Bradley
    Peggy Rosaleen Linehan
    Simon Tommy Tiernan
    Andy Donald Beecher

    Kritiken

    Cinema 2001-08: Die personifizierte Unmoral - keine Sünde, sondern Wohltat? "Erfrischend - geradezu subversiv"!, jubelt die New York Times. In den prüden USA erntete der unwiderstehliche Ire begeisterte Kritiken. Aber subversiv? Kurzweilig wie ein One-Night-Stand allemal. Und das ist auch schon alles über Adam.

    film-dienst 2001-17: Romantische Komödie, die beschwingt und unterhaltsam dieselbe Geschichte aus vier Perspektiven erzählt und den Stoff dabei mit klassischem und zeitgenössischem Humor anreichert. Der Erkenntnisgewinn fällt allerdings bescheiden aus und beschränkt sich auf das Bild frustrierter Weiblichkeit voller unerfüllter Bedürfnisse.

    Kultur Spiegel 2001-08: Verklemmte Erotikkomödie mit misogynem Unterton, die vorgibt, unter dem Banner der sexuellen Befreiung zu segeln.