Allegro non troppo

    Aus Film-Lexikon.de



    Filmstab

    Regie Bruno Bozzetto
    Drehbuch Bruno Bozzetto, Guido Manuli, Maurizio Nichetti
    Kamera Mario Masini, Luciano Marzetti
    Musik Claude Debossy, Anton Dvorak, Maurice Ravel, Jean Sibelius, Antonio Vivaldi, Igor Strawinsky
    Produktion Bruno Bozzetto

    Darsteller

    Cartoonist Maurizio Nichetti
    Moderator Maurizio Michele
    Marialuisa Giovannini
    Nestor Garay

    Kritiken

    Dirk Jasper: Bissig, phantasievoll und mit stark zivilisationskritischem Unterton inszenierte der 1938 in Mailand geborene Trickfilmer Bruno Bozzetto mit seinem Team begabter Schauspieler und Zeichner 1976 einen Klassiker des europäischen Animationsfilms. Ganz bewußt setzt er sich dabei von der Schmuseästhetik Disneys ab, dessen "Fantasia" (1940) Vorläufer, aber nicht in jeder Beziehung Vorbild von Bozzettos Film war. Als bizarre Symphonie von Zeichenstift, Schauspielern und Musik bietet "Allegro non troppo" ästhetisches Vergnügen und intelligente Unterhaltung: "Musik zum Sehen - Bilder zum Hören".

    Lexikon des internationalen Films: Ein gelungener Trickfilm, der Musik und Zeichnung variationsreich, stilistisch vielfältig und mit großer Präzision in Beziehung setzt, dabei neben seinem ästhetischem Vergnügen auch Denkanstöße zum Thema "Die Zivilisation und ihr Preis" vermittelt. Herausragend die Episode zu dem Ravel-Stück "Bolero", wo sich die menschliche Zivilisation aus dem letzten Tropfen einer Flasche Cola heraus entwickelt.