Alien Autopsy

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    Im Juli 1947 berichtete das US-Militär in einer Pressemeldung, ein nicht identifiziertes Flugobjekt sei über einem abgelegenen Grundstück bei Roswell / New Mexico abgestürzt. Vier Stunden später wurde die Geschichte dementiert. Stattdessen behauptete man jetzt, bei dem Wrack handele es sich um einen Wetterballon. Dieses Dementi provozierte eine der nachhaltigsten Verschwörungstheorien des 20. Jahrhunderts.

    Gerüchte besagten, man habe die an der Absturzstelle gefundenen Außerirdischen obduziert. Augenzeugen beschworen, sie hätten fremdartige Lebensformen gesehen, die von US-Soldaten auf Tragen fortgeschafft wurden. Doch ihre Geschichten waren nichts weiter als Geschichten. Weil es keine handfesten Beweise gab, brodelte die Gerüchteküche weiter – eine us-amerikanische Legende war geboren, von der Roswell noch heute profitiert.

    Was wirklich geschah, hat man nie herausgefunden – zumindest bis 1995: In diesem Jahr beginnt diese Geschichte.

    Auf einer US-Reise entdecken die Londoner Freunde Ray und Gary das Fragment eines streng geheimen Militärfilms, der das bisherige Weltbild der Menschheit völlig auf den Kopf stellt. Die beiden begreifen, dass sie auf eine Goldgrube gestoßen sind, borgen sich Geld von dem exzentrischen Drogenbaron und Kornkreis-Enthusiasten Voros und kehren mit dem Filmstreifen nach Großbritannien zurück.

    Der folgende Medienrummel konzentriert sich auf Ray und Gary, doch die beiden hüten ein noch größeres Geheimnis – falls die Wahrheit je ans Licht kommt, schweben sie in Lebensgefahr ...



    Filmstab

    Regie Jonny Campbell
    Drehbuch William Davies
    Kamera Simon Chaudoir
    Schnitt Oral Norrie Ottey
    Musik Murray Gold
    Produktion William Davies, Barnaby Thompson

    Darsteller

    Melik Omid Djalili
    Ray Santilli Declan Donnelly
    Gary Shoefield Ant McPartlin
    Morgan Banner Bill Pullman
    Harvey Harry Dean Stanton
    Chef von Gary Jimmy Carr
    Kamera-Team Mike Blakeley
    Kamera-Team Matthew Blakeley
    Michael Kuhn John Shrapnel
    Jeffrey David Threlfall

    Kritiken

    film-dienst 23/2006: Eine in Rückblenden entwickelte, weitgehend grob gestrickte und nur gelegentlich zu feiner Ironie neigende Mediensatire.

    Dirk Jasper FilmLexikon: "Alien Autopsy" ist die Story zweier Jungs aus England, die als Stars der Ufologie eine verblüffende Karriere machten. Und "Alien Autopsy" ist eine humorvolle Rekonstruktion der ungeheuerlichen Geschichte zweier Briten, die geheimes Filmmaterial über den Roswell-UFO-Vorfall fälschten und mit Erfolg an Medien rundum die Welt verkauften.