Alice & Martin

    Aus Film-Lexikon.de

    Als Martin nach einem verhängnisvollen Streit mit seinem Stiefvater Victor das Familienhaus verläßt, bleibt er wochenlang verschollen. Mittellos landet der Zwanzigjährige schließlich bei seinem Halbbruder Benjamin in Paris, der sich die Wohnung mit der Violistin Alice teilt. Alice und Martin werden sehr bald eine Liebesbeziehung eingehen, die obsessive Züge annimmt. Doch die Schwangerschaft von Alice bringt bald Martins unterdrückte Vergangenheit wieder ans Tageslicht. Er trägt eine schreckliche Schuld mit sich - nur Alice wird ihm helfen können, den Schritt in ein neues Leben zu wagen ...



    Filmstab

    Regie André Téchiné
    Drehbuch Andre Techine, Gilles Taurand
    Kamera Caroline Champetier
    Produktion Les Films Alain Sarde / Vertigo Films

    Darsteller

    Alice Juliette Binoche
    Martin Alexis Loret
    Jeanine Carmen Maura
    Benjamin Mathieu Amalric
    Frederic Jean-Pierre Lorit
    Lucie Marthe Villalonga
    Victor Piette Lacroix
    François Laurent Cirade
    Christophe Kevin Goffette

    Kritiken

    Dirk Jasper: Der neue Film von Andre Techine ist eine verstörende Liebesgeschichte und die Chronik einer zerstörten Familie, erzählt in raffinierten, gefühlvollen und hypnotischen Bildern und unterstützt durch die Kraft herausragender schauspielerischer Leistungen.

    TV Movie 02/1999: Der Regisseur bedient die Klaviatur der Kino-Emotionen perfekt und präsentiert seine Liebesgeschichte als subtilen Mix aus Drama, Thriller und Psychogramm. Überzeugend auch der Newcomer Alexis Loret, der dem gebrochenen Helden die nötige Tiefe verleiht.

    film-dienst 02/1999: Szenische und optische Metaphern hinterlassen das Gefühl von Abgehobenheit und Schwulst.