Ali

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    USA 1964: Cassius Clay hat es geschafft: Nach dem Sieg über Sonny Liston ist er erstmals Boxweltmeister im Schwergewicht. Doch sein größter Kampf steht gerade erst bevor: Nachdem er sich öffentlich zum Islam bekannt und den Namen Muhammad Ali angenommen hat, rücken die Medien und die Öffentlichkeit von ihm ab. Damit nicht genug: In einer Zeit, die geprägt ist von Rassenunruhen und blutigen Anschlägen auf schwarze Führer, verweigert Ali den Eintritt in die US Army: Er will nicht gegen die Bürger Vietnams kämpfen. Der Boxverband sperrt den Champion, die Gerichte machen Jagd auf ihn. Ali, der Unbesiegbare, scheint am Boden zerstört, sein Weltmeistertitel wird ihm aberkannt, seine Karriere auf Jahre hinaus beendet. Aber Muhammad Ali gibt nicht auf. 1971 kehrt er zurück - und verliert gegen Joe Frazier. Im Januar 1974 erreicht er die Revanche und den Sieg gegen Frazier. Und dann im Oktober 1974 steigt auf afrikanischem Boden, in Kinshasa, Zaire, der Kampf des Jahrhunderts gegen den bisher unbesiegbaren George Foreman. Aber hat Ali nach den Jahren des Niedergangs und des Comebacks auch nur den Hauch einer Chance beim "Rumble in the Jungle"?



    Filmstab

    Regie Michael Mann
    Drehbuch Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson, Eric Roth, Michael Mann
    Vorlage Gregory Allen Howard
    Kamera Emmanuel Lubezki
    Schnitt William Goldenberg, Lynzee Klingman, Stephen E. Rivkin
    Musik Pieter Bourke, Lisa Gerrard
    Produktion Paul Ardaji, A. Kitman Ho, James Lassiter, Michael Mann, Jon Peters

    Darsteller

    Herbert Muhammad Barry "Shabaka" Henley
    Sonji Jada Pinkett Smith
    Cassius Clay/Muhammad Ali Will Smith
    Drew 'Bundini' Brown Jamie Foxx
    Howard Cosell Jon Voight
    Malcolm X Mario van Peebles
    Angelo Dundee Ron Silver
    Howard Bingham Jeffrey Wright
    Cassius Clay, sr. Giancarlo Esposito
    Martin Luther King jr. LeVar Burton
    Elijah Muhammad Albert Hall

    Kritiken

    film-dienst 2002-17: Ausschnitte aus dem Leben des Schwergewichtsboxers Cassius Clay alias Muhammad Ali. Die anfangs vielschichtige Annäherung an eine komplexe Persönlichkeit verflacht im Verlauf des überlangen Films und wird vor allem den politischen und weltanschaulichen Dimensionen im Leben Alis nicht ausreichend gerecht. Die minuziös im Detail nachinszenierten Boxkämpfe stehen wie Buchstützen zwischen verschiedenen Kapiteln einer Biografie, der es auch an filmischer Energie und Spontaneität fehlt.

    Hein Schlüter (TV-Movie) 2002-17: Detailverliebt rekonstruierte Regisseur Michael Mann ("Insider", 1999) die Ali-Ära, speziell die legendären Boxkämpfe. Absolut perfekt bewegt sich Will Smith im berühmten tänzelnden Stil des Super-Fighters. Was leider auf der Strecke bleibt: der Mensch hinter dem medienverliebten "Großmaul" Muhammad Ali.

    Kultur Spiegel 2002-08: Ein großartiger Regisseur, beeindruckende Bilder, hervorragende Darsteller: Michael Manns Film über den größten Boxer aller Zeiten hat so viele schöne Details, dass man bedauert, wie unberührt einen der Film lässt.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2001 Bester Hauptdarsteller Will Smith
    nom 2001 Bester Nebendarsteller Jon Voight