Ali

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Jahr/Land 2001 / USA
Genre Drama
Film-Verleih Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Kinostart 15. August 2002
Regie Michael Mann
Drehbuch Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson, Eric Roth, Michael Mann
Vorlage Gregory Allen Howard
Kamera Emmanuel Lubezki
Schnitt William Goldenberg, Lynzee Klingman, Stephen E. Rivkin
Musik Pieter Bourke, Lisa Gerrard
Länge 127 Minuten
Darsteller
Barry "Shabaka" Henley Herbert Muhammad
Jada Pinkett Smith Sonji
Will Smith Cassius Clay/Muhammad Ali
Jamie Foxx Drew 'Bundini' Brown
Jon Voight Howard Cosell
Mario van Peebles Malcolm X
Ron Silver Angelo Dundee
Jeffrey Wright Howard Bingham
Giancarlo Esposito Cassius Clay, sr.
LeVar Burton Martin Luther King jr.
Albert Hall Elijah Muhammad

Inhaltsverzeichnis

Kritiken

film-dienst 2002-17: Ausschnitte aus dem Leben des Schwergewichtsboxers Cassius Clay alias Muhammad Ali. Die anfangs vielschichtige Annäherung an eine komplexe Persönlichkeit verflacht im Verlauf des überlangen Films und wird vor allem den politischen und weltanschaulichen Dimensionen im Leben Alis nicht ausreichend gerecht. Die minuziös im Detail nachinszenierten Boxkämpfe stehen wie Buchstützen zwischen verschiedenen Kapiteln einer Biografie, der es auch an filmischer Energie und Spontaneität fehlt.

Hein Schlüter (TV-Movie) 2002-17: Detailverliebt rekonstruierte Regisseur Michael Mann ("Insider", 1999) die Ali-Ära, speziell die legendären Boxkämpfe. Absolut perfekt bewegt sich Will Smith im berühmten tänzelnden Stil des Super-Fighters. Was leider auf der Strecke bleibt: der Mensch hinter dem medienverliebten "Großmaul" Muhammad Ali.

Kultur Spiegel 2002-08: Ein großartiger Regisseur, beeindruckende Bilder, hervorragende Darsteller: Michael Manns Film über den größten Boxer aller Zeiten hat so viele schöne Details, dass man bedauert, wie unberührt einen der Film lässt.

Dreharbeiten

Ungefähr fünf Kilometer nordwestlich von Maputo befindet sich das Machava-Stadion, in dem die Szenen des legendären "Rumble in the Jungle" gedreht werden sollten. Das Stadion mit seinen 64.000 Sitzen war während der portugiesischen Kolonialherrschaft gebaut worden. Vor dem Dreh war es vor allem bei großen Fußballspielen zum Einsatz gekommen. Es war allerdings bereits eine Weile her, dass das Stadion bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen war. Wie viele andere öffentliche Stätten in Maputo war es längst baufällig. Es gab keinen Strom, also mußste die Produktion zwölf Generatoren aus Südafrika einfliegen. Bevor man mit dem Dreh beginnen konnte, mußsten Ausbesserungen, Reparaturen und Straßenarbeiten im Wert von mehr als 100.000 Dollar vorgenommen werden. Gleichzeitig wurde ein 30 Meter langer und breiter Boxring mit einer Überdachung in 13 Metern Höhe errichtet. Die ganze Vorrichtung wog mehr als 40 Tonnen. Außerdem installierte man einen neuen Tunnel, der zur Arena führte, und stellte vier 35 Meter hohe Lichtmasten auf. Von jedem Turm hängte man 13-Meter-Plakate mit dem Antlitz von Diktator Mobuto, unverkennbar mit seinem obligatorischen Leopardenhut. Mehr als 10.000 Statisten mußsten für die Szene, in der Ali ins Stadion kommt, eingewiesen werden. Dazu hatte man Flugblätter in ganz Maputo verteilt, auf denen die Menschen eingeladen wurden, "beim Filmen zuzusehen" und "bei einem Mal-Wettbewerb mitzumachen", bei dem man T-Shirts, Fernseher und sogar Motorräder gewinnen konnte. 2.000 weitere Statisten wurden von der Produktion gezielt besetzt. Sie erhielten Kostüme und wurden auch bezahlt, damit sie die deutlich sichtbaren Plätze rund um den Ring besetzten. Am Abend von Alis großem Auftritt strömten 30.000 Menschen ins Stadion.

Auszeichnungen

N/W Jahr Kategorie Name
nom 2001 Bester Nebendarsteller Jon Voight
nom 2001 Bester Hauptdarsteller Will Smith

Produktion

Paul Ardaji, A. Kitman Ho, James Lassiter, Michael Mann, Jon Peters

  



 

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