Alaska.de

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original -
Jahr/Land 2000 / Deutschland
Genre Drama
Film-Verleih Filmverlag der Autoren GmbH & Co. Vertriebs KG
Kinostart 25. Januar 2001
Regie Esther Gronenborn
Drehbuch Esther Gronenborn
Kamera Jan Fehse
Schnitt Christian Lonk
Musik MoserMeyerDöring
Länge 86 Minuten
Darsteller
Jana Pallaske Sabine
Frank Droese Eddi
Toni Blume Micha
Nele Steffen Coco
Willhelm Benner Stefan
Daniel Fripan Florian
Andrusch Jung Daniel
Artur Rakk Anton
Mathias Frenzel Karl
Achmed Kersten Block Ludger
Susanne Sachse Sabines Mutter
Andi Hoppe Sabines Vater
Axel Prahl Polizist Wünsche
Axel Werner Fensterputzer

Kritiken

Dirk Jasper: Mit Sicherheit einer der aufregendsten Debütfilme des Jahres: Filmisch brillant, emotional authentisch und mit inszenatorischer Kühnheit erzählt Esther Gronenborn in "alaska.de" die Tragödie eines Mordes unter Jugendlichen in einer Berliner Hochhaussiedlung und den Beginn einer zarten Liebesbeziehung, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt scheint. Der Film erzählt von Freundschaft, Lebensgier und von den Überlebensstrategien einer jugendlichen Clique am Rande einer Großstadt – einer Gegend, in der man für sein Glück ausschließlich selbst verantwortlich ist. "alaska.de", der in der Tradition von "Kinderspiele", "Kids" und "Hass" steht, besticht durch die lebendige Ausdrucksstärke seiner jungen Darsteller, seine intensive Visualität und durch die Musik des Berliner Trios "mosermeyerdöring".

Münchner AZ: In der Publikumsgunst vorne lag auch der deutsche Wettbewerbsbeitrag "alaska.de". Esther Gronenborn entwirft das beeindruckende Porträt von Jugendlichen in den östlichen Außenbezirken Berlins - sie leben ohne Perspektive in den Tag hinein, schwänzen die Schule, stellen sich gegen Autorität und geraten in einen Teufelskreis von Gewalt. Die Absolventin der Hochschule für Fernsehen und Film, München, entwickelte das Projekt gemeinsam mit den Laiendarstellern, die selbst ihre Erfahrungen aus Plattenbau-Siedlungen einbrachten. Die Dreharbeiten an Originalschauplätzen waren nicht ganz ungefährlich, auch die jungen Mitwirkenden bei der Stange zu halten, erforderte Einfühlungsvermögen.

Blickpunkt Film: Mit überzeugender Kraft und mit einer realistisch stilisierten Darstellung des Alltags erzählt Esther Gronenborn in ihrem Erstling "alaska.de". (...) Gronenborns Darsteller sind Laien und schaffen eine beeindruckende Frische und Authentizität, während Esther Gronenborn selbst mit ihren (an der Video-Ästhetik orientierten) Bildern souverän und erzählerisch kreativ umzugehen weiß. Ein Jury-Preis hätte ihr gut gestanden.

Bemerkungen

Kaufkassette: 2001-11-06.

Produktion

Eberhard Junkersdorf für Bioskop-Film, Shorts Production, Kinowelt, Studio Babelsberg

  



 

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