Alain Delon

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    französischer Filmschauspieler, Produzent und Regisseur; * 08. November 1935 in Sceaux bei Paris

    Der Sohn eines Kinobesitzers trat bereits mit 17 Jahren in die Armee ein und nahm am Indochina-Krieg teil. Nach seiner Rückkehr schlug er sich zunächst als Kellner und Hilfsarbeiter in den Markthallen von Paris durch. Dort entdeckte ihn die Schauspielerin Brigitte Auber und überredete Delon zu einer Schauspielerausbildung. In "Nur die Sonne war Zeuge" (1960) spielte er zum ersten Mal mit einem Minimum an mimischem Aufwand, wortkarg und mit melancholischem Ernst einen abweisenden, leicht abwesenden Typus, wie er ihn später öfters verkörperte.

    In die Schlagzeilen geriet Delon 1959 durch seine Verlobung mit Romy Schneider; die Beziehung wurde jedoch 1964 beendet. Ein Höhepunkt seiner Schauspielkarriere war Luchino Viscontis "Der Leopard" (1962, mit Burt Lancaster), ein anderer "Lautlos wie die Nacht" (1962, mit Jean Gabin). In der Folge reihte sich ein Kassenschlager an den anderen, darunter der Western "Rivalen unter roter Sonne" (1971) und "Das Mädchen und der Mörder" (1972).

    Mit seiner Darstellung eines Killers in "Der eiskalte Engel" (1967) von Jean-Pierre Melville wurde Delon zur Kultfigur des Film Noir. In der Folge wurde er auf den Typ des eiskalten Gangsters festgelegt. Delons bezwingende Darstellungskunst als "Monsieur Klein" (1976), der als Jude während der Pariser Besatzungszeit in den Sog des NS-Rassenwahns gerät, bewies erneut, dass Alain Delon, unabhängig vom Milieu einer Filmstory, ein bedeutender Charakterdarsteller ist.

    2006 erhielt Delon den "Diva-Award" als Auszeichnung für sein Lebenswerk.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur