Aki Kaurismäki

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    finnischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent; * 04. April 1957 in Helsinki

    Nach einem Studium der Literatur- und Kommunikationswissenschaften an der Universität von Helsinki begann Kaurismäki, Drehbücher zu schreiben, die zunächst von seinem Bruder Mika umgesetzt wurden. Sein eigenes Regiedebüt hatte er 1981 mit dem Film "Saimaa-ilmiö" ("The Saimaa Gesture"). Es folgte die Dostojewski-Adaption "Schuld und Sühne" ("Rikos ja rangaistus", 1983), aber es dauerte noch fünf Jahre, bis er mit "Ariel" (1988) erste Erfolge feiern konnte. Dieser Film handelt von einem arbeitslosen finnischen Bergarbeiter, der auf dem Weg nach Mexiko ist, wo er sich ein besseres Leben erhofft. Über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt wurde Kaurismäki mit seiner Road-Movie-Satire "Leningrad Cowboys Go America" (1989).

    In seinen früheren Filmen setzte sich Kaurismäki meist mit seiner skandinavischen Heimat auseinander. Erst in seinem späteren Schaffen beschäftigte er sich auch mit anderen Themen. Seine Filme zeichnen sich durch eine besondere Schnitttechnik und den völligen Verzicht auf zusammenhängende Dialoge aus. Er schuf dadurch eine ganz neue Ästhetik, die jedoch ihren Platz im europäischen Erzählkino gefunden hat.


    Filmografie - Darsteller


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