Agnes und seine Brüder
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Regisseur Oskar Roehler ("Die Unberührbare", "Der alte Affe Angst") überrascht mit einer zutiefst menschlichen Familiengeschichte: Voller Leidenschaft, Poesie und Humor erzählt er von drei Brüdern und ihrer Suche nach Liebe und Anerkennung – und entwirft zugleich ein faszinierendes Porträt der aktuellen Situation in unserem Land. Echtes Kino, hochkarätig besetzt mit Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Tom Schilling, Katja Riemann und der Neuentdeckung Martin Weiß als Agnes.
film-dienst 21/2004: Kein Thesenfilm, sondern ein vitaler, mosaikartig gewebter Diskurs mit mancherlei Leerstellen und Assoziationsangeboten, der eine verunsicherte, um Identität und Glück ringende Gesellschaft zeigt. Das hervorragende, strikt gegen den Strich besetzte Darstellerensemble verlebendigt in mitreißender Spiellaune die Figuren, die viel Raum zur Entwicklung bekommen und ihre psychischen Verletzungen und frustrierten Glückserwartungen offenbaren.
Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 15. Oktober 2004): Herausragend sind die Darsteller der "Dramödie". Moritz Bleibtreu glänzt als frustrierter Spaner, Herbert Knaup als cholerischer Abgeordneter der Grünen, und Martin Weiß ist in seinem Part als Transsexueller eine echte Neuentdeckung. Auch Katja Riemann überzeugt. (...) Doch trotz einiger etlicher konzeptioneller Schwächen ist Agnes und seine Brüder ein recht sehenswerter Film.
Produktion
Stefan Arndt