Agnes und seine Brüder

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    Drei Brüder auf dem Weg zum Glück: Hans-Jörg ist ein sexsüchtiger Bibliothekar, der gerne jungen Studentinnen nachstellt.

    Werner ein erfolgreicher Polit-Karrierist, dessen Familie zerbröckelt – seine Frau weist ihn ab, und sein Sohn nutzt jede Gelegenheit, um sich mit ihm zu messen.

    Agnes hingegen lässt sich als Tänzerin durchs Nachtleben treiben. In ihrer unstillbaren Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung verbindet die drei vor allem eins: Die Suche nach dem großen Glück ...



    Filmstab

    Regie Oskar Roehler
    Drehbuch Oskar Roehler
    Kamera Carl F. Koschnick
    Schnitt Simone Hofmann
    Musik Martin Todsharow
    Produktion Stefan Arndt

    Darsteller

    Agnes Martin Weiß
    Hans-Jörg Moritz Bleibtreu
    Werner Herbert Knaup
    Signe Katja Riemann
    Ralf Tom Schilling
    Desiree Susan Anbeh
    Günther Vadim Glowna
    Roxy Margit Carstensen
    Henry Lee Daniels

    Kritiken

    Dirk Jasper: Regisseur Oskar Roehler ("Die Unberührbare", "Der alte Affe Angst") überrascht mit einer zutiefst menschlichen Familiengeschichte: Voller Leidenschaft, Poesie und Humor erzählt er von drei Brüdern und ihrer Suche nach Liebe und Anerkennung – und entwirft zugleich ein faszinierendes Porträt der aktuellen Situation in unserem Land. Echtes Kino, hochkarätig besetzt mit Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Tom Schilling, Katja Riemann und der Neuentdeckung Martin Weiß als Agnes.

    film-dienst 21/2004: Kein Thesenfilm, sondern ein vitaler, mosaikartig gewebter Diskurs mit mancherlei Leerstellen und Assoziationsangeboten, der eine verunsicherte, um Identität und Glück ringende Gesellschaft zeigt. Das hervorragende, strikt gegen den Strich besetzte Darstellerensemble verlebendigt in mitreißender Spiellaune die Figuren, die viel Raum zur Entwicklung bekommen und ihre psychischen Verletzungen und frustrierten Glückserwartungen offenbaren.

    Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 15. Oktober 2004): Herausragend sind die Darsteller der "Dramödie". Moritz Bleibtreu glänzt als frustrierter Spaner, Herbert Knaup als cholerischer Abgeordneter der Grünen, und Martin Weiß ist in seinem Part als Transsexueller eine echte Neuentdeckung. Auch Katja Riemann überzeugt. (...) Doch trotz einiger etlicher konzeptioneller Schwächen ist Agnes und seine Brüder ein recht sehenswerter Film.


    Wertungen

    4 Sterne
    2 Bewertungen
    Original -
    Jahr/Land 2004 / Deutschland
    Genre Drama
    Film-Verleih X-Verleih/Warner Bros.
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 115 Minuten
    Kinostart 14. Oktober 2004