A Ghost Story

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    Es geschieht plötzlich und unerwartet. C (Casey Affleck) kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch kurz darauf kehrt sein Geist zurück. Der Illusion verschrieben, seiner Frau M (Rooney Mara) bei ihrem Verlust beizustehen, muss er feststellen, dass er in seiner neuen Gestalt, losgelöst von jeglicher Zeit, existiert. Als passiver Beobachter ist er gezwungen, schmerzlich dabei zuzusehen, wie ihm das Leben, das er kannte, entgleitet und die Frau, die er liebte, in eine neue Zukunft entschwindet.

    Unfähig seine Situation zu akzeptieren, vergehen Tage, Wochen und sogar Jahre, bis C verzweifelt erkennt, dass er womöglich für immer an dieses Dasein gefesselt sein wird. Während sich die Welt um ihn drastisch verändert, verblassen Stück für Stück die Konturen seiner eigenen Existenz.





    Filmstab

    Regie David Lowery
    Drehbuch David Lowery
    Kamera Andrew Droz Palermo
    Schnitt David Lowery
    Musik David Hart
    Produktion Toby Halbrooks, James M. Johnston, Adam Donaghey

    Darsteller

    C Casey Affleck
    M Rooney Mara
    Wahrsager Will Oldham
    Pioneer Man Rob Zabrecky
    Linda Liz Franke

    Kritiken

    www.cinetastic.de Ronny Dombrowski: Mit „A Ghost Story“ präsentiert David Lowery dem Zuschauer einen etwas anderen Film, der insbesondere durch seine Erzählperspektive zu begeistern versteht. Ein sehenswerter und zugleich sehr trauriger Film, den man auf keinen Fall verpassen sollte.

    www.spielfilm.de Bianka Piringer: Ein Gespenst ist der Held dieses romantischen Dramas von David Lowery, das über Vergänglichkeit philosophiert. Mit seiner Stille und den langen, statischen Einstellungen fühlt sich der Film sehr intensiv in diesen Geist eines früh verstorbenen Mannes ein, dem der menschliche Zeitbegriff nichts mehr gilt und der sich an das Haus klammert, das er mit seiner geliebten Frau teilte. Die eigentümliche Atmosphäre und die überraschenden Volten der Handlung sorgen dafür, dass dieser philosophische Geisterfilm die Zuschauer in seinen Bann schlägt.

    www.film-rezensionen.de Oliver Armknecht: Absurd-komisch und todtraurig, verkünstelt und doch näher am Leben, als wir es ertragen können: „A Ghost Story“ nimmt uns mit auf eine poetische Reise, sehen Momente der Liebe und Trauer, denken über Erinnerungen und Vergänglichkeit nach. Aufgrund vieler eigenwilliger Entscheidungen wird der Zugang für viele verschlossenen bleiben. Doch wer erst einmal einen Weg hineinfindet, findet hier einen der schönsten und schmerzvollsten Filme des Jahres.