A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

    Aus Film-Lexikon.de

    Erzählt wird das äußerst dramatische Schicksal des Genies und Mathematikers John Forbes Nash, Jr., basierend auf Ereignissen in seinem Leben. Der gutaussehende und hochgradig exzentrische Mann macht bereits in jungen Jahren eine erstaunliche wissenschaftliche Entdeckung - und steht kurz davor, internationale Anerkennung zu gewinnen. Doch sein kometenhafter Aufstieg in die intelektuelle Stratosphäre erfährt eine dramatische Wendung, als Nashs intuitives Genie von der Schizophrenie bedroht wird.

    Nun muss er sich Herausforderungen stellen, die schon viele andere Menschen vor ihm zu Fall gebracht haben. Doch mit der Hilfe seiner Frau Alicia kämpft Nash gegen die Krankheit. Nach Jahrzehnten der Qual triumphiert er über die Tragödie und wird 1994 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Seine Theorien haben internationale Verhandlungen zum Thema Welthandelsstrategien, den amerikanischen Arbeitsmarkt und sogar wissenschaftliche Durchbrüche im Bereich der Evolutionsbiologie stark beeinflusst.

    Heute ist John Nash eine lebende Legende. Zusammen mit seiner Frau Alicia Nash lebt er in Princeton, New Jersey, wo er seit vielen Jahren wieder regelmäßig an der Fakultät für Mathemathik unterrichtet. Und noch immer geht er jeden Tag zu Fuß in die Universität.



    Filmstab

    Regie Ron Howard
    Drehbuch Akiva Goldsman
    Kamera Roger Deakins, A.S.C., B.S.C.
    Schnitt Mike Hill, Dan Hanley
    Musik James Horner
    Produktion Brian Grazer, Ron Howard

    Darsteller

    John Nash Russell Crowe
    Parcher Ed Harris
    Alicia Nash Jennifer Connelly
    Dr. Rosen Christopher Plummer
    Charles Paul Bettany
    Sol Adam Goldberg
    Hansen Josh Lucas
    Marcee Vivien Cardone
    Bender Anthony Rapp
    Ainsley Jason Gray-Stanford

    Kritiken

    Cinema 2002-03: Dass das Verwirrspiel in seinen besten Momenten dennoch zutiefst rührt, ist dem intensiven Zusammenspiel von Oscar-Gewinner Russell Crowe als Zahlenprimus und Jennifer Connelly als dessen leidgeprüfte Frau Alicia zu verdanken. Um den beiden Golden-Globe-Gewinnern Chancen beim Oscar-Wettkampf auszurechnen, ist indess keine Mathematik vonnöten. Sie sind überzeugend, und die Jury beweist zudem nicht erst seit "Rain Man" und "Shine" ein Herz für Helden mit Handikap.

    Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-05: Keine Angst! Dieser Film will keine verkappte Mathevorlesung sein. Howard konzentriert sich auf den Menschen Nash und dessen verzweifelten Kampf, die Verbindung zur Realität aufrechtzuerhalten. Crowe brilliert dabei mit bewusst zurückgenommenen Spiel und macht dieses Plädoyer für die Kraft der Liebe zum Kino-Highlight.

    film-dienst 2002-05: Geschickte Winkelzüge des Drehbuchs, das Nash in einen gefährlichen Regierungsauftrag während des Kalten Krieges verwickelt, und schauspielerische Glanzleistungen sichern die Aufmerksamkeit des Publikums. Doch Regisseur Ron Howard hält es mehr mit der Beschwörung von Mitleid und Rührseligkeit als mit einer Hinterfragung von Krankheit und Genie.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    Oscar.jpg 2001 Bester Film Brian Grazer, Ron Howard
    Oscar.jpg 2001 Beste Regie Ron Howard
    Oscar.jpg 2001 Beste Nebendarstellerin Jennifer Connelly
    Oscar.jpg 2001 Bestes adaptiertes Drehbuch Akiva Goldsman
    nom 2001 Bester Hauptdarsteller Russell Crowe
    nom 2001 Beste Filmmusik James Horner
    nom 2001 Bester Schnitt Mike Hill, Dan Hanley
    nom 2001 Bestes Make-up Greg Cannom, Colleen Callaghan


    Wertungen

    4.2 Sterne
    6 Bewertungen
    Original A Beautiful Mind
    Jahr/Land 2001 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    Laufzeit 124 Minuten
    Kinostart 28. Februar 2002