68. Filmfestspiele von Venedig: Auch Deutsche unter den Siegern

    Aus Film-Lexikon.de

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    Im offiziellen Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig lief auch in diesem Jahr kein deutscher Beitrag. Dennoch mischt Deutschland bei zwei der wichtigsten Preise mit: Der in Deutschland geborene Ire Michael Fassbender wurde für seine Rolle in "Shame" zum Besten Schauspieler gekürt. Auch an Alexander Sokurows "Faust", der zum Besten Film ernannt wurde, sind mehrere deutschsprachige Schauspieler beteiligt - und natürlich nicht zuletzt unser Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe, der die Vorlage lieferte.

    "Faust" ist der Abschluss einer Tetralogie des russischen Filmemachers über die Macht des Bösen, verkörpert durch gescheiterte Spieler. Auf die historischen Persönlichkeiten Hitler, Lenin und den japanischen Kaiser Hirohito folgt nun das Finale mit einer literarischen Figur. Die Titelrolle wird vom österreichischen Schauspieler Johannes Zeiler verkörpert, mit an Bord sind auch die beiden Deutschen Hanna Schygulla und Florian Brückner.

    Der Löwe für den Besten Darsteller ging an Michael Fassbender. Der Preisträger wurde 1977 als Sohn eines deutschen Vaters und einer irischen Mutter in Heidelberg geboren, zog aber früh mit seiner Familie nach Irland. Seinen Durchbruch bei einem breiteren Publikum feierte Fassbender 2009 mit Inglourious Basterds, im Kino war er zuletzt in X-Men: Erste Entscheidung zu sehen. Mittlerweile gilt er als einer der besten Schauspieler seiner Generation.

    In "Shame", ein Film des ehemaligen bildenden Künstlers Steve McQueen, verkörpert er einen sexsüchtigen, bindungsunfähigen Mann im anonymen Großstadt-Dschungel New Yorks. Für diese Performance wird Fassbender nun auch als großer Favorit für den Oscar als Bester Hauptdarsteller gehandelt. (siehe auch Oscar-Ticker)

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