63 Länder bewerben sich um Auslands-Oscar

    Aus Film-Lexikon.de

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    Aus 63 Ländern hat die Academy dieses Jahr einen Vorschlag für die Nominierungen in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Film" erhalten. Deutschland geht mit Wim Wenders "Pina" an den Start und präsentiert der Jury damit erstmals einen Dokumentarfilm. Die Entscheidung über die Nominierungen wird am 24. Januar 2012 bekannt gegeben.

    Neben den meisten europäischen Ländern haben unter anderem Ägypten, Vietnam, Südkorea, Chile, Argentinien und erstmals auch Neuseeland einen Beitrag ins Rennen um die begeehrte Trophäe geschickt. Hochkarätige Konkurrenz bekommt Deutschland vor allem aus Ungarn und dem Iran, die bereits als Favoriten gehandelt werden: Die ungarische Produktion "Das Turnierpferd" von Bela Tarr räumte bei der diesjährigen Berlinale bereits den Großen Preis der Jury ab. Der Iran bewirbt sich mit dem Gewinner des Goldenen Bären "Nader und Simin, eine Trennung" von Asghar Farhadi.

    Gegen die internationalen Mitstreiter durchsetzen konnte sich Deutschland bisher 1980 mit Volker Schlöndorffs "Die Blechtrommel", 2003 mit Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" und 2007 mit Florian Henckel von Donnersmarcks "Das Leben der Anderen".

    Ob Wim Wenders mit seiner ambitionierten Tanz-Dokumentation über Pina Bausch Chancen hat, es ihnen gleich zu tun, bleibt abzuwarten und steht und fällt letztlich damit, ob die künstlerisch innovative, aber inhaltlich schwer greifbare Produktion den Geschmack der Jury trifft.

    Im Januar werden aus allen Bewerbungen neun Filme für eine "Short-List" auserkoren, aus denen wiederum fünf für den Oscar nominiert werden. Am 24. Januar 2012 gibt die Academy bekannt, welche Filme am 26. Februar bei der 84. Oscar-Verleihung gegeneinander antreten werden.