37 Uses for a Dead Sheep
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Taz: Es gibt Dokumentarfilme wie "Die Geschichte vom weinenden Kamel", die von sich behaupten, sie seien in Zusammenarbeit mit ihren Helden entstanden. Und es gibt solche, die das wirklich tun. Dazu gehört 37 USES FOR A DEAD SHEEP. Schon in den ersten Minuten weiß man: Es mag sich hier um ein versprengtes, vergessenes und winziges Volk im äußersten Osten der Türkei handeln – die Art aber, wie man sich diesem Volk gemeinsam mit dem Filmemacher nähert, ist derart interaktiv und humorvoll, dass es einem so vorkommt, als gäbe es kein interessanteres Thema auf dieser Welt ... Nicht nur einfach herrlich lustig, sondern man weiß: Hier hat sich einer sämtliche Fallen gemerkt, in die der ethnografische Dokumentarfilm immer wieder getappt ist. Ben Hopkins hat nicht einfach einen Film über ein exotisches Steckenpferd gemacht, er hat mit seinem Steckenpferd geredet – und es so zum Leben erweckt.
tip: Der britische Regisseur Ben Hopkins war schon immer für Überraschungen gut... 37 USES FOR A DEAD SHEEP zeigt die wechselvolle und hochdramatische Geschichte einer 2.000 Menschen zählenden Volksgruppe. Eine spannende und humorvolle Geschichtsdokumentation, bei der Hopkins Höhepunkte des historischen Geschehens im kinematografi schen Stil der jeweiligen Zeit reinszenierte. Und dann sind da ja noch die 37 Möglichkeiten, ein totes Schaf zu verwerten – ein klarer Fall für den neugierigen Ben Hopkins.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Ein wunderbarer Dokumentarfilm ... Ben Hopkins führt keine Exotika vor; er hat einen ethnographischen Film gemacht, der zugleich seine eigene Entstehung reflektiert und mit großer Intensität nach dem Wie, nach der Form sucht.
Produktion
Natasha Dack, Ben Hopkins, Nikki Parrott