3096 Tage

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    Wien, 2. März 1998. Natascha Kampusch ist 10 Jahre alt, als sie auf dem Schulweg von dem arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil in einen weißen Lieferwagen gezerrt wird. Der Entführer will kein Lösegeld, er will das Mädchen besitzen. Unter seinem Haus in einer bürgerlichen Wohnsiedlung hat Priklopil ein geheimes Verlies ausgehoben, um sie dort einzusperren. Für die nächsten achteinhalb Jahre werden die zwei mal drei Meter zu Nataschas karger Gefängniszelle: Märchenbücher, Lieblingskekse und Gute-Nacht-Küsse weichen Gewalt, Demütigungen und ständigem Nahrungsentzug. Doch Natascha Kampusch zerbricht nicht in der Gefangenschaft, sondern sie wird stärker. Jeder Tag, jeder Atemzug ein kleiner zorniger Sieg. 2006 gelingt ihr endlich die Flucht, und Wolfgang Priklopil nimmt sich das Leben.




    Filmstab

    Regie Sherry Hormann
    Drehbuch Ruth Toma, Bernd Eichinger, Peter Reichard
    Kamera Michael Ballhaus
    Schnitt Mona Bräuer
    Musik Martin Todsharow
    Produktion Martin Moszkowicz

    Darsteller

    Natascha Kampusch Antonia Campbell-Hughes
    Wolfgang Priklopil Thure Lindhardt
    Brigitta Sirny Trine Dyrholm
    Ludwig Koch Roeland Wiesnekker
    Waltraud Priklopil Dearbhla Molloy
    Nataschas Großmutter Ellen Schwiers
    Priklopils Großmutter Erni Mangold

    Kritiken

    www.filmstarts.de: Carsten Baumgardt: Sherry Hormanns Verfilmung der Natascha-Kampusch-Biografie „3096 Tage" ist ein moralisch korrektes und routiniert inszeniertes Psycho-Drama mit einigen intensiven Höhepunkten und ohne sensationslüsterne Entgleisungen.

    www.outnow.ch: 3096 drückt nicht auf die Tränendrüse, verurteilt nichts und niemanden und verrät auch nicht mehr, als bereits bekannt war.

    www.spiegel.de: Tim Slagman: Keine Psychologisierung, keine Emotionalisierung: Der Kinofilm "3096 Tage" nach dem Buch von Natascha Kampusch erzählt deren Jahre in Gefangenschaft als komplexes, widersprüchliches Beziehungsgeflecht.