187 - Eine tödliche Zahl

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original 187
Jahr/Land 1997 / USA
Genre Drama
Kinostart 16. Oktober 1997
Regie Kevin Reynolds
Drehbuch Scott Yagemann
Kamera Ericson Core
Schnitt Stephen Semel
Musik Chris Couridas
Länge 123 Minuten
Darsteller
Samuel L. Jackson Trevor Garfield
John Heard Dave Childress
Kelly Rowan Ellen Henry
Clifton Collins jr. Cesar
Karina Arroyave Rita
Jonah Rooney Stevie Middletown
Lobo Sebastian Benny Chacon

Kritiken

Dirk Jasper: Nach den logistischen Kraftakten "Waterworld" und "Robin Hood - König der Diebe" richtet Regisseur Kevin Reynolds seinen Fokus auf ein explosiv-brisantes Großstadt-Drama, das thematisch und inhaltlich nicht aktueller und eindringlicher sein könnte. Mit einem entfesselt aufspielenden Samuel L. Jackson und genial-packenden Bildern versetzt Reynolds den Zuschauer mitten hinein in das Kriegsgebiet Schule. In diesem schmerzhaft-realistischen Schreckensszenario jenseits aller Hoffnung erzählt 187 die Geschichte eines Lehrers, der sich seiner Aufgabe mit grenzenlosem Idealismus stellt, seine Träume in einem bankrotten System wie Seifenblasen platzen sieht und zum Gegenangriff übergeht. Die unmittelbare Untergangsstimmung, eine Mischung aus latenter Aggression und Paranoia, wird präzise festgehalten von der innovativen Kameraarbeit von Ericson Core und einem Soundtrack, der die alltäglichen Überlebensängste sicher übersetzt.

TV Movie 21/1997: New York in eisigem Blau. L. A. in flirrendem Orange: Mit eingefärbten, teils unscharfen und verwackelten Bildern suggeriert Regisseur Kevin Reynolds dem Zuschauer, die Spirale der Gewalt aus Trevors Perspektive mitzuerleiden. Der bleiern drohende TripHop-Sound (...) hypnotisiert zusätzlich. Faszinierend und verstörend zugleich. Nur das Finale schluckt man nicht: Zu sehr läßt der Drehbuchautor hier den Pädagogen raushängen.

film-dienst 20/1997: Eine bittere, letztlich negative Bestandsaufnahme des US-amerikanischen Schulalltags, getragen von einere an Musikvideos angelehnten Ästhetik und effektiv eingesetzter Musik, deren Klischees der Film unreflektiert übernimmt. Der ambivalenten Darstellung der Lehrer steht eine Dämonisierung der Jugend gegenüber.

Bemerkungen

Videostart: 5. Mai 1998. Format: 35 mm, 1:1,85. 187 ist der Paragraph im kalifornischen Strafgesetzbuch, in dem Mord behandelt wird. Die Polizei nutzt "One-Eight-Seven" als Abkürzung im Funkverkehr. Jugendgangs haben den Code aufgegriffen und benutzen ihn als unmißverständliche Drohung.

Produktion

Bruce Davey, Stephen McEveety für Icon Entertainment

  



 

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