12 Meter ohne Kopf

    Aus Film-Lexikon.de

    Ostfriesland 1401: Die Ära der gefürchteten Seeräuber und besten Freunde Klaus Störtebeker (Ronald Zehrfeld) und Gödeke Michels (Matthias Schweighöfer) neigt sich dem Ende.

    Als endlich mal wieder fette Beute am Horizont auftaucht, wird Störtebeker im Kampf schwer verletzt und die Piraten schmählich geschlagen. Ihre Kogge ist futsch und Störtebeker plagen plötzlich generelle Zweifel am Piratendasein. Ihn zieht es zur schönen Bille an Land, während Michels bei der sexy Friesen-Prinzessin Okka (Cosma Shiva Hagen) abblitzt. Als auch noch die Mannschaft gegen die glücklosen Co-Kapitäne meutert und alles verloren scheint, entdecken sie an Bord ihrer maroden Schaluppe eine Wunderwaffe. Sie erleben noch einmal eine glorreiche Zeit - bis die Hanse aufrüstet und den Piraten nur eine Wahl bleibt: Ein Leben als Bauer oder der Tod als Pirat!



    Filmstab

    Regie Sven Taddicken
    Drehbuch Matthias Pacht
    Vorlage Matthias Pacht
    Kamera Daniela Knapp
    Schnitt Alexander Dittner, Florian Miosge, Andreas Wodraschke
    Musik Christoph Blaser, Steffen Kahles

    Darsteller

    Klaus Störtebeker Ronald Zehrfeld
    Gödeke Michels Matthias Schweighöfer
    Lupe Oliver Bröcker
    Keule Hinnerk Schönemann
    Nolle Jacob Matschenz
    Bille Franziska Wulf

    Kritiken

    kino.germanblogs.de: Über das Leben von Klaus Störtebeker ist nicht allzuviel bekannt – Mythen und Legenden ranken sich um den Mann, der der allmächtigen Hanse die Stirn bot. Etliche Produktionen verschiedener Art versuchen, sich der Geschichte zu nähern: Hörspiele, die Störtebeker-Festspiele, Dokumentationen, TV-Zweiteiler, im Hamburger Dungeon findet eine gelungene Grusel-Inszenierung von Störtebekers letztem Kampf und anschließender Enthauptung statt und selbst eine Oper behandelt das Thema.

    Die „wahre Geschichte“ des Klaus Störtebeker wird auch in dem Film von Sven Taddicken nicht erzählt, aber immerhin hat man sich grob an den neuesten Erkenntnissen über das nebulöse Leben des gefürchteten Seeräubers orientiert.

    Andrea Niederfrininger, filmreporter.de: Die Idee zum Piratenfilm "12 Meter ohne Kopf" hatten Regisseur Sven Taddicken und Drehbuchautor Matthias Pacht bereits in ihrer Studentenzeit an der Filmhochschule. Doch bis zur Fertigstellung des Films sollten noch viele Jahre vergehen. Beide sahen die Zeit noch nicht gekommen, für eine moderne Piratengeschichte in historischem Gewand. Erst Taddickens Erfolg "Emmas Glück" ebnete den Weg für die ungewöhnliche Geschichte. Das Abenteuer erzählt die Legende des wohl bekanntesten Seeräubers der Nordsee, Klaus Störtebeker. Allerdings ist wenig Persönliches über den Pirat überliefert. Das Wenige, was man zu wissen glaubt, ist nicht gesichert. Dessen war sich auch Produzent Björn Vosgerau bewusst, daher meint er schmunzelnd: "Wir gehen sehr frei mit der Legende von Störtebeker um. Da man nicht viel über ihn weiß, haben wir fröhlich dazu erfunden." Inwieweit sich der Film mit realen Fakten beschäftigt ist nicht entscheidend. Für viele Beteiligte ging mit der Produktion ein Kindheitstraum in Erfüllung.