... denn sie wissen nicht, was sie tun

    Aus Film-Lexikon.de

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    Jim Stark ist bereits mehrfach von verschiedenen Schulen geflogen. Er gilt einfach als unverbesserlich: Schon mehrmals mussten seine Eltern wegen seines schlechten Benehmens den Wohnnsitz wechseln. Sobald Jim irgendwo in Schwierigkeiten gerät, ergreifen seine Eltern die Flucht. Jetzt sind sie mit ihm nach Los Angeles gezogen. Hier hofft Jim, endlich die Zuneigung zu finden, die ihm seine bürgerliche Familie verweigert. Seinen Vater als Schwächling verachtend, ist es ihm umso wichtiger, sich als der Neue gegen die Clique von Buzz zu behaupten und zu zeigen, dass er kein Feigling ist. Aber auch in der neuen Umgebung scheint es nicht besser zu sein.

    Schon wieder steckt er im Knast, doch er lernt die Nachbarin und Mitschülerin Judy kennen. In ihr und in der Bewunderung des jungen Plato scheint sich ein Teil des Erhofften zu erfüllen, doch zunächst muss sich Jim noch mit einer Mutprobe vor einer Jugendgang beweisen. Nach einer Messerstecherei fordert Judys Freund Buzz Jim zu einem halsbrecherischen Autorennen heraus, bei dem Judy der Preis sein soll. In dieser Situation kann er von seinen bigotten Eltern keine Hilfe erwarten. Nur Judy ist für ihn da, und ihre Liebe wird auch die sich ankündigende Tragödie überdauern.

    Buzz und Jim rasen in zwei Autos nebeneinander auf eine Klippe zu. Bei dieser Mutprobe verliert, wer als erster aus dem Wagen springt. Jim Stark gelingt es, rechtzeitig aus dem Wagen zu springen …



    Filmstab

    Regie Nicholas Ray
    Drehbuch Stewart Stern
    Vorlage Story von Nicholas Ray, Adaption von Irvin Shulman
    Kamera Ernest Haller
    Schnitt William Ziegler
    Musik Leonard Rosenman
    Produktion David Weisbart für Warner Bros.

    Darsteller

    Jim Stark James Dean
    Judy Natalie Wood
    John 'Plato' Crawford Sal Mineo
    Frank Stark, Jims Vater Jim Backus
    Carol Stark, Jims Mutter Mary Doran
    Buzz Gunderson Corey Allen
    Judys Vater William Hopper
    Judys Mutter Rochelle Hudson
    Goon Dennis Hopper
    Ray Fremick Edward Platt

    Kritiken

    Dirk Jasper: Regisseur Nicholas Ray entwirft in "... denn sie wissen nicht, was sie tun" das Portrait einer Generation, die in den wohlhabenden Vorstädten der USA aufwächst und dennoch unglücklich und enttäuscht ist. "...denn sie wissen nicht, was sie tun" zählt heute noch zu den größten Filmklassikern Hollywoods und machte James Dean zu einer unsterblichen Legende.

    Lexikon des internationalen Films: Zukunftsangst und Richtungslosigkeit amerikanischer Teenager der 50er Jahre und ihre Rebellion gegen die satte Selbstzufriedenheit ihrer gutbürgerlichen Elternhäuser bestimmen das Klima des Dramas dreier halbwüchsiger, die ihre Aggressionen als Mitglieder einer motorisierten Bande bei gefährlichen, in einem Fall tödlichen spielen abreagieren. Ein aufregender und alarmierender Film, mit dem James Dean, der Prototyp dieser Generation, zum Weltstar wurde. Hervorragend in Story, Regie, Darstellung und Farbdramaturgie.

    VideoWoche: Zukunftsangst und Richtungslosigkeit amerikanischer Teenager der 50er Jahre und ihre Rebellion gegen die Selbstzufriedenheit ihrer gutbürgerlichen Elternhäuser bestimmen das Klima des Dramas dreier Halbwüchsiger, die ihre Wut mit gefährlichen und schließlich tödlichen Mutproben kompensieren. Ein hervorragend und aufregend erzählter und gespielter Film, mit dem James Dean als Prototyp der dargestellten Generation zum Weltstar wurde.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 1955 Beste Nebendarstellerin Natalie Wood
    nom 1955 Bester Nebendarsteller Sal Mineo
    nom 1955 Bestes Originaldrehbuch Nicholas Ray